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Australien: Australien Uluru, Ayers Rock

Kata Tjuta National Park

Sendung vom Samstag, 7.12.2013 | 6.00 Uhr | SWR Fernsehen

1871 erhielt Uluru vom Europäischen Entdecker William Gosse den Namen Ayers Rock. Der rote Sandsteinmonolith, ragt 348 Meter aus dem Australischen Outback hervor.

Rockformationen am Uluru

1985 gab die australische Regierung Uluru und den umliegenden Nationalpark an die Anangu...

Doch dies ist nur die Spitze, der Rest, bis zu sechstausend Meter tief, liegt unter der Oberfläche. Der Umfang von Uluru beträgt über neun Kilometer. Sein schieres Ausmaß macht diesen Monolith zu einer geologischen Sehenswürdigkeit. Auf seiner erklüfteten Oberfläche befinden sich zahlreiche Wasserlöcher, einige von ihnen sind so tief, dass sie nie austrocknen. Der wenige Regen, der in dieser trockenen Wüstengegend fällt, sammelt sich auf dem riesigen Platau und speist um den Fels herum einen fruchtbaren Gürtel in der sonst kargen Landschaft. Seit Jahrtausenden ist Uluru nicht nur eine Quelle von Wasser und Nahrung für Mensch und Tier, sondern auch ein heiliger Ort der Anangu, der Aboriginees, die in dieser Gegen seit tausenden von Jahren leben.

Das Leben wie wir es heute kennen, so glauben die Anangu, hat seinen Ursprung in der Tjukurpa, der Schöpfungsperiode. Zu dieser Zeit hielten die "Spirit-Vorfahren" in der Inkarnation von Menschen und Tieren Einzug in das Land. Einige von ihnen, in der Verkörperung von riesigen Schlangen, kamen aus dem Schoss der Erde. Sie arbeiteten sich an die Oberfläche und formten so die Landschaft. Diese "Spirit-Vorfahren" gaben den Menschen ihre Gesetze, die für die Anangu auch heute noch ihre Gültigkeit haben. In ihren Legenden und Geschichten liegen alle Antworten zu universellen Fragen wie die Entstehung des Universums und der Naturgesetzen; den Beziehungen zwischen den Geschlechtern, über das Leben, den Tod und das Leben danach.

Daten & Fakten

Kultur- und Naturdenkmal: seit 1977 Nationalpark, von besonderer spiritueller und kultureller Relevanz für die australischen Ureinwohner, zahlreiche Felszeichnungen und »heilige Stätten« am Uluru
UNESCO-Ernennung: 1987
Flora und Fauna:
Gräser wie Cymbopogon ssp., Gruppen von Akazienarten wie Mulga (Acacia aneura) und Acacia kempeana, Spinifexgras, isolierter Bestand von Felsfeigen und Eucalyptus terminalis sowie das Kasuarinengewächs Allocasuarina decaisneana; 22 heimische Säugetierarten wie Dingo, Rotes Riesenkänguruh, Bergkänguruh, Beutelmull, Spinifex-Hüpfmaus, Großer Kaninchen-Nasenbeutler, gelegentlich Australien-Kurzschnabeligel; 150 Vogelarten; unter den Reptilien die größte australische Echse, der bis zu 2,5 m lange Riesenwaran, zudem Dornenteufel und Schwarzkopfpython

Copyrightvermerk für Daten & Fakten
© Chronik Verlag im Bertelsmann Lexikon Verlag GmbH Gütersloh/München 2000 - 2010

Ein Film von Werner Meyer

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Letzte Änderung am: 22.09.2011, 11.02 Uhr

Australien: Australien

Themen der Sendung

Sendezeit

3sat
Sonntags:
19.40 Uhr

SWR Fernsehen
Samstags:
6.00 Uhr

Filmrolle Service Mitschnittdienst

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