Der alkoholische Saft, den der Literaturkritiker Carlos Monsivátis einmal "das Schmiermittel des Machismo" nannte, ist das Produkt einer ganz bestimmten Agavenart, der "Tequilera Weber azul".
Die blaue Agave muss bei der Ernte eine Höhe von mindestens 50 Zentimeter haben. Um einen guten Tequila zu destillieren, braucht man Agavendickköpfe, die sieben bis zehn Jahre heranwachsen.
Der Jimador, wie der Erntearbeiter genannt wird, schlägt mit einem spitz zugefeilten Eisenblatt die Blätter ab, bricht das Innere der Agave, das Herz, heraus und stutzt es zurecht. Dieses "Herz" der Agave wird von den Mexikanern auch "Das Haus des Mondes" genannt.
Woher das Wort Tequila kommt, darüber sind sich die Sprachforscher nicht einig. Manche übersetzen das Nahuatl - Wort mit "Ort, an dem man arbeitet", andere gaben der Version "Ort der Gräser" den Vorzug. Wahrscheinlich waren die spanischen Eroberer im 16. Jahrhundert die ersten, die Tequila herstellten.
Die blaue Agave wuchs hier üppig und war im Leben allgegenwärtig. Ob zur Herstellung von Seilen, als Nadeln oder Heilmittel, die Pflanze wurde vielfältig benutzt. Nachweislich wurde in Tequila die erste Brennerei im Jahr 1600 gegründet.
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Um sie dreht sich in dieser Region alles, die blaue Agave, die „Tequilera Weber azul“, benannt nach ihrem biologischen Bestimmer, dem französischen Physiker Frédéric Albert Weber.
Tequila, ein beschaulicher, unspektakulärer Ort. Die meisten der 35.000 Einwohner leben in irgendeiner Form von ihrem Agavenschnaps.
Bar "El Arca" (Die Arche) in Tequila.
Im beschaulichen Städtchen Tequila bleibt Zeit für ein Schwätzchen. Der Tequila ist zwar allgegenwärtig, aber nicht jeder wird durch ihn wohlhabend.
Die Stadt Tequila lebt auch vom Image der vermeintlich harten Männer. Die Rancheros posieren nicht für die Touristen, sie leben ihren Machismo – und versuchen ein klein wenig die Zeit anzuhalten.
Lob dem Tequila - eine typisch mexikanische Hauswand.
Haus mit der Aufschrift "...un Tequila Tequila!"
Tequila wird in der Regel pur genossen. Nur junger Tequila wird mit Salz und Limette kombiniert.
Ein mexikanischer Ramschladen - bunte Vielfalt.
Typisch für Mexiko sind die in satten, kräftigen Farben bemalten Hausfassaden.
Felder mit Weber Azul Agarven. Sie wachsen sieben bis zehn Jahre, bevor sie geerntet werden. Nur das Innere der Agarvem, das Herz, wird für die Tequila Produktion verwendet. Die Einheimischen nennen das Herz „Das Haus des Mondes“.
Die Tequila Produktion ist für die Region ein wichtiger Wirtschaftsfaktor. Von der Auszeichnung zum Weltkulturerbe erhoffen sich die Menschen einen weiteren wirtschaftlichen Aufschwung.
Beliebtes Touristenziel: das Städtchen Santiago de Tequila , kurz Tequila genannt.
Kleine Totentenköpfe aus Zucker, die am Tag der Toten als Geschenk der Freundschaft übergeben werden.
Kräftiges Pink wird in der mexikanischen Architektur gern als Wandfarbe genommen.
Auch einfache Gebäude leuchten in kräftigen Pastelltönen.
Mexikos Reichtum ist die Vielfalt an Pflanzen und Tieren.
Das Bild täuscht. Auch wenn die Züge schon lange nicht mehr in Tequila halten, der Branntwein der Stadt ist zu einem internationalen Geschäft geworden. Viele Destillerien sind in der Hand großer Konzerne.
Ein Restaurant im mexikanischen Stil für die Touristen und Genießer der Stadt.
Im Städtchen Tequila dreht sich alles um den Agavenschnaps - den der Literaturkritiker Carlos Monsivátis einmal „das Schmiermittel des Machismo“ nannte.
Kulturdenkmal: Tequila - Agavenlandschaft und Tequila Produktionsstätten UNESCO-Ernennung: 2006 Gewinnung Tequila ist ein hochprozentiges alkoholisches Getränk das aus dem Innern der Agave gewonnen wird. 16. Jhd. Vermutlich erste Destillation von Branntwein aus der Agavenpflanze "Agave tequilana Weber" 16. -17. Jhd. Zeitweise Verbot der Herstellung 17. Jhd. Aufhebung des Verbots der Branntweingewinnung und Erhebung einer Steuer 20. Jhd. Tequila wird durch Export zu einem weltweit bekannten Getränk