Stadt der Kirchen und der Klöster
Sendung vom Samstag, 24.1.2009 | 6.00 Uhr | SWR Fernsehen
Quito ist die älteste unter den heutigen Hauptstädten Südamerikas. Mit über 100 Kirchen und 55 Klöstern, Bürgerhäusern, Straßen und Plätzen hat sie wie keine andere Aussehen und Ambiente einer Kolonialstadt bewahrt.
Bei der Erschließung der Neuen Welt war die Kirche immer dabei. Die Franziskaner hatten sich als erste in Quito niedergelassen und schon ein Jahr nach der Eroberung mit dem Bau ihres Klosters begonnen. Es wurde zum Zentrum der Bildung und Kunst mit einer eigenen Maler- und Bildhauerschule. Aber auch die Augustiner, Dominikaner und Jesuiten prägten mit ihren Klöstern das Gesicht der Stadt. "La Compania", von den Jesuiten erbaut, ist mit ihrem goldenen Hauptaltar die wohl reichste Kirche Südamerikas.
Quitos Klöster und Kirchen zeigen die klassischen Stilrichtungen der Renaissance, des Barock und des Klassizismus, jedoch stets abgewandelt durch den sog. "Mudejar"-Stil, einer Verschmelzung maurischer und gotischer Formelemente.
San Francisco de Quito, wie sie einstmals hieß, ist die spanischste Stadt der Neuen Welt.
Daten & Fakten
Kulturdenkmal: ehemalige Hauptstadt des nördlichen Inkareiches, »barockes Juwel der Anden« mit dem Stadtgrundriss in Form eines Schachbrettmusters
UNESCO-Ernennung: 1978
1492
Königreich Quito fällt an die Inka
1534
auf den Ruinen der Inkastadt Gründung durch die Spanier
1597-1765
Jesuitenkirche La Compañía de Jesús
1809
Unterzeichnung der nur wenige Wochen gültigen Unabhängigkeitserklärung im Kloster San Augustín
1976
Denkmalschutz für die Altstadt
1987
Beschädigung der historischen Altstadt durch Erdbeben
Copyrightvermerk für Daten & Fakten
© Chronik Verlag im Bertelsmann Lexikon Verlag GmbH Gütersloh/München 2000 - 2010
Letzte Änderung am: 21.09.2011, 11.05 Uhr