SENDETERMIN Sa, 24.8.2013 | 6.00 Uhr

Europa: Schweiz

Monte San Giorgio

Der Berg der Saurier

Ein Film von Werner Zeindler

Der Reichtum und die Vielfalt der versteinerten Ueberreste des Lebens auf der Erde ist am Monte San Giorgio weltweit einmalig. Die UNESCO hat diesen Berg im Grenzgebiet zwischen der Schweiz und Italien im Jahr 2004 als grenzüberschreitende Welterbestätte auf die Liste des Weltnaturerbes gesetzt.

Der Monte San Giorgio erhebt sich aus dem Luganer See

Der Monte San Giorgio erhebt sich aus dem Luganer See

Pyramidenförmig ragt der Monte San Giorgio aus dem Luganersee und ist 1096 Meter hoch. Die ruhige Schönheit dieses Bergs - mit der Weite der reizvollen Umgebung und dem Blick bis in die Alpen - war immer auch ein Ort für Einsiedler, ein Kraftort und ein Ort der Besinnung. Der Berg birgt die Geheimnisse der Urgeschichte des Lebens auf der Erde von vor mehr als zweihundert Millionen Jahren, also auch die Geschichte unserer eigenen Herkunft als Menschen.

Siedlung am Monte San Giorgio

Siedlung am Monte San Giorgio

Die ersten Funde von versteinerten Meeressauriern, die aus der Zeit der mittleren Trias stammen, wurden in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts gemacht. Das Potenzial dieser Fundstätte ist noch lange nicht ausgeschöpft. Heutige Grabungen nach über zweihundert Millionen Jahren alten Fossilien können Unbekanntes enthüllen, neue Funde können Lücken schliessen im Wissen der Entwicklungsgeschichte des Lebens auf der Erde. Diese Fossilien sind für die Wissenschaft wertvolle Schätze und Zeugen der Urgeschichte unseres Lebens. Aber auch das Gestein am Monte San Giorgio, die über die Millionen Jahre abgelagerten feinsten Kalkschichten sind Beweise vergangener Zeit. Ist nun das, dem wir im Film begegnen, Beweis für die Vergänglichkeit oder für die Unvergänglichkeit - Zeuge für die Unendlichkeit oder für die Endlichkeit des Lebens auf der Erde?

Daten & Fakten

Naturdenkmal: Monte San Giorgio "Berg der Saurier" Bedeutende Fossilienfunde aus der Mitteltrias-Zeit
UNESCO-Ernennung: 2003
1919
Der Zoologe und Paläontologe B. Peyer wird bei Meride auf Schweizer Seite des Monte San Giorgio auf Versteinerungen aufmerksam.
1924 - 1975
Systematische Grabungen am Monte San Giorgio durch die Universität Zürich
1950 - 1968
Größte systematische Grabung beim Aufstieg von Serpiano zum Monte San Giorgio
seit 1974
Monte San Giorgio ist kantonales Schutzgebiet
ab 1994
Kleinere Grabungen durch das Zürcher Museum unter Leitung von Heinz Furrer

Copyrightvermerk für Daten & Fakten
© Chronik Verlag im Bertelsmann Lexikon Verlag GmbH Gütersloh/München 2000 - 2010


Stand: 23.09.2011, 10.59 Uhr