Metropole dreier Weltreiche
Sendung vom Sonntag, 12.6.2011 | 3.05 Uhr | SWR Fernsehen
Istanbul, Metropole und Kapitale dreier Weltreiche, Schmelztiegel verschiedener Kulturen, einzige Stadt auf zwei Kontinenten. Das römische Reich und seine Kultstätten gaben die Fundamente für Konstantinopel, Hauptstadt des byzantinischen Reiches, worauf die Osmanen ihre Herrschaft mit ihren Monumenten gründeten.
Die Altstadt von Istanbul, ausgelegt auf sieben Hügeln wie Rom, gilt nicht nur mittelalterlichen Dichtern als Augapfel aller Städte. Ungebrochen zieht sie Menschen in ihren Bann wie eine Fata Morgana am Schnittpunkt von Orient und Okzident. Das historische Istanbul auf der Landzunge zwischen Goldenem Horn, Marmarameer und Bosporus scheint wie keine andere Metropole dazu bestimmt, Ost und West in eine Synthese zusammenzuführen, wie es Goethe im "West-östlichen Diwan" vorschwebte:
"Sinnig zwischen beiden Welten,
sich zu wiegen, lass ich gelten,
also zwischen Ost- und Westen
sich bewegen, seis zum Besten."
Daten & Fakten
Kulturdenkmal: Historische Bereiche von Istanbul
UNESCO-Ernennung: 1985
um 658 v. Chr.
Gründung von Byzanz als griechische Kolonie
196 n. Chr.
Eroberung durch römische Verbände von Septimius Severus
324
Einzug Konstantins I., des Großen (272 / 73 oder 280(?) - 337)
11.5.330
Einweihung der neuen Stadt »Nova Roma«, des späteren Konstantinopels
395
Hauptstadt des Oströmischen Reiches
527-36
Bau der Sergios- und Bakchoskirche
532
Bau der Hagia Eirene
532-37
Bau der Hagia Sophia
1204
während des 4. Kreuzzugs Einnahme durch Kreuzfahrer
1453
Eroberung durch die Osmanen
1609-16
Bau der Sultan - Ahmet - Moschee, genannt »Blaue Moschee«
1923
Verlust der Hauptstadtfunktion
1934/35
Umgestaltung der Hagia Sophia in ein Museum
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Letzte Änderung am: 09.06.2011, 09.02 Uhr