Das Kloster der Armut
Sendung vom Samstag, 17.6.1995 | 18.45 Uhr | 3sat
Frankreich am Ende des 11. Jahrhunderts. Das Christentum hat sich durchgesetzt. Die adligen Äbte der Benediktinerklöster leben im Wohlstand. Das Ideal der Mönche, Armut und Bescheidenheit, scheint vergessen.

Das Dormitorium - Schlafsaal der Mönche
In Burgund gründet sich ein neuer Orden. Er ruft seine Anhänger zur Rückkehr zu urchristlichen Idealen auf: zu Arbeit und Armut, zu Demut und Weltabgeschiedenheit.
Die Mönche gründen ihr erstes Kloster "Citeaux", nach ihm nennen sie sich später Zisterzienser. Die Ordensgemeinschaft wächst schnell. Die Mönche roden die Wälder und regulieren die Flüsse. Ihre Ordenshäuser ziehen sich bald durch ganz Frankreich bis nach Deutschland. Unter ihnen wird auch das Kloster Fontenay gegründet.
Diese bis heute gut erhaltene Abtei gilt als Prototyp zisterziensischer Klosterbaukunst. Ihre stark gegliederte Struktur und Einfachheit zeugt für die autoritäre Strenge, wie sie der Heilige Bernhard gefordert hatte.
Der Film beleuchtet den Alltag der Zisterzienser und gibt einen Abriss über die Geschichte von Kloster Fontenay bis in die heutige Zeit.
Daten & Fakten
Kulturdenkmal: vom hl. Bernhard gegründete Abtei Fontenay mit Taubenhaus, Bäckerei und Schmiede
UNESCO-Ernennung: 1981
29.10.1118
Gründung
1139-47
Kirchenbau
1595
Brandschatzung
1745
Zerstörung des Refektoriums
29.10.1790
Auflösung
1791
Verkauf; Einrichten einer Papiermühle
1837-1913
Wiederherstellung der Abtei
1852
Denkmalschutz
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Letzte Änderung am: 23.06.2010, 16.38 Uhr