Das Geheimnis vom Untergang der Maya
Sendung vom Sonntag, 17.11.2002 | 21.45 Uhr | 3sat
Im Süden Mexikos, dem flachen Land zwischen Pazifik und Karibik, war einst das große Reich der Maya. Ihre Zeitrechnung und Geschichte reichte zurück bis ins vierte Jahrtausend vor Christus.

Man entdeckte in der Kukulkán-Pyramide noch eine Pyramide, deutlich älter als die äußere. Und auf deren Spitze einen Tempel mit zwei geheimnisvollen Steinskulpturen.
In ihrer Blütezeit, der zweiten Hälfte des ersten Jahrtausends n. Chr., bauten sie die Stadt Chichen Itza. Doch schon wenige Hundert Jahre später, noch bevor die spanischen Eroberer in Mexiko eintrafen, gingen die Maya samt (oder trotz) ihrer hochentwickelten Kultur auf rätselhafte Weise unter. Urwald überwucherte die verwaiste Stadt, bis sie Ende des 19. Jahrhunderts wiederentdeckt und freigelegt wurde. Seitdem suchen Archäologen nach dem Grund für den Untergang der Maya. Bis heute suchen sie vergeblich.
Daten & Fakten
Kulturdenkmal: präkolumbische Ruinenanlage mit der 30 m hohen »Pyramide des Kukulcán« nebst dem Chac Mool und einem rotbemalten Thron in Form eines Jaguars, dem mit 91x36 m größten erhaltenen Ballspielplatz Mexikos, dem »Tempel des bärtigen Mannes«, dem »Tempel des Jaguars«, der »Plattfom der Adler und Jaguare«, dem 30 m tiefen Cenote, dem heiligen Brunnen, der »Halle der tausend Säulen«, dem Grab des Hohepriesters, dem Bunten Haus und dem »Tempel der Wandpaneele«
UNESCO-Ernennung: 1988
um 435-55
Gründung des Ortes durch Mayas laut Manuskript von Chumayel
um 682
Mayas verlassen den Ort
um 987
vermutlich »Einwanderung« von Tolteken unter Führung des Herrschers von Tula
999
vermutlich Tod des Herrschers von Tula, Quetzalcóatl
1533
spanische Eroberer dringen in den Ort ein
1841/42
Erforschung durch den Gelehrten John Stephens
1904-07
Erforschung des »heiligen Brunnens«
1923
systematische Untersuchung und Freilegung der Ruinenstadt
1972
»Entdeckung« des Schattenspiels der gefiederten Schlange
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Letzte Änderung am: 14.09.2011, 13.00 Uhr