Land der Dogon
Sendung vom Sonntag, 20.4.1997 | 21.15 Uhr | 3sat
Vermutlich, weil sie nicht zum Islam bekehrt werden wollten, flohen die Dogon vor über 800 Jahren in das unwirtliche Gebiet des afrikanischen Bandiagara-Plateaus.

Bandiagara - Land der Dogon
Dort bauten sie Häuser aus Lehm. Ihrem eigenen Mythos nach sind sie selbst aus Lehm und von der Sonne schwarz gebrannt.
Ihre Lehmbauten zählen zu den herausragendsten architektonischen Leistungen Afrikas. Zeugnisse von der Kunst der Dogon finden sich in vielen bedeutenden Museen der Welt.
Diese Kultur ist von komplizierten Mythen geprägt, und bewahrt sich ihren ursprünglichen Animismus. Heute wird sie jedoch von der harten Wirklichkeit eingeholt und ist stark bedroht. Viele Dogon ziehen in die Ebene, wo Rinderzucht und Zwiebelanbau reicheren Ertrag versprechen.
Daten & Fakten
Kultur- und Naturdenkmal: sich über mehr als 150 km ausdehnende, zwischen 100 und 500 m hohe Sandsteinklippen von Bandiagara; seit 1969 gesetzlicher Schutz für das kulturelle Erbe der Dogon, eines altnigritischen Bauernvolkes; zwischen dem 10. und 13. Jh. Besiedlung durch vier eingewanderte Stämme; Kultur in Bezug zum Schöpfungsmythos des Gottes Amma und der Nommo-Zwillinge; Bezug des Alltagslebens auf die 8 Urahnen
UNESCO-Ernennung: 1989
Flora und Fauna:
Steppenlandschaft mit den für Trockengebiete Afrikas typischen Akazienarten Acacia raddiana und Acacia albida sowie dem Zachunbaum; die Terminalia-Art Terminalia macroptera und Afrikanischer Mahagoni sowie die Parkia biglobosa;der Tamarindenbaum mit süßsäuerlich schmeckenden Hülsenfrüchten; Säugetiere wie Kap-Klippschliefer, Blaßfuchs, Afrikanisches Stachelschwein und Schakal; Vögel wie Fuchsfalk, Gabar-Habicht, Gelbschnabelwürger, Mattrücken-Nektarvogel und Klei
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Letzte Änderung am: 23.06.2010, 16.38 Uhr