Die Säulen des Jupiter
Sendung vom Sonntag, 28.5.2000 | 21.00 Uhr | 3sat
Baalbek ist eine Stadt im Osten des Libanons zwischen den Flüssen Litani und Asi. Der Name bedeutet "Stadt Baals" und bezog sich auf den Sonnengott, den die Griechen mit ihrem Gott Helios gleichsetzten.

Baalbek - Die Säulen des Jupiter
Der große Sonnentempel maß etwa 49x88 Meter und enthielt 58 korinthische Säulen. Der Tempel scheint auf einem künstlichen Erdhügel errichtet worden zu sein. Der Jupitertempel, ebenfalls im korinthischen Stil, maß 69,2x35,7 Meter und war von 42 einfachen Säulen umgeben. Der Bacchustempel befindet sich vor dem Jupitertempel, an den der kleine Venustempel, von sechs Granitsäulen getragen, anschloss. Von einer christlichen Basilika aus dem 4. Jahrhundert nach Christus sind Überreste erhalten.
Die Ursprünge Baalbeks sind wohl in phönizischer Zeit zu suchen. Die Griechen nannten die Stadt Heliopolis. Unter der Herrschaft des römischen Kaisers Augustus war Baalbek Kolonie. Durch Erdbeben im 17. und 18. Jahrhundert wurden die noch erhaltenen Bauwerke in Schutt und Asche gelegt.
Daten & Fakten
Kulturdenkmal:
Ruinen von Baalbek
UNESCO-Ernennung: 1984
115 v. Chr.
durch Ituräer Besiedlung der »Sonnenstadt« (»Heliopolis«)
47 v. Chr.
römische Garnisonsstadt Colonia Julia Augusta Felix Helipolitana
um 14
unter Kaiser Augustus Baubeginn der noch heute vorhandenen Tempelanlagen
193-211
Regentschaft des Kaisers Septimius Severus
211-17
Kaiserzeit von Caracalla
244-49
unter Kaiser Philippus Arabs Vollendung des sechseckigen Vorhofes
306-37
unter dem römischen Kaiser Konstantin offizielle Schließung der Tempel von Baalbek
635
Beginn der Herrschaft der Omajjaden
1176
Besetzung durch ein Kreuzfahrerheer
1260
kurzzeitige Besetzung durch die Mongolen
1664
Zerstörungen durch Erdbeben
1943
Ausgrabungen durch die libanesische Altertumsverwaltung
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Letzte Änderung am: 23.06.2010, 16.38 Uhr