Schwestern aus Feuer und Wind
Sendung vom Dienstag, 24.2.2009 | 21.45 Uhr | 3sat
Graugelber Schwefelschlamm, giftige Dämpfe und schwarze Asche - es brodelt im Tyrrhenischen Meer. Wo sich die Kontinentalplatte Afrikas unter die eurasische schiebt, entstand Vulkanismus.

Burgberg von Lipari Stadt
Nach und nach erhoben sich Feuerberge aus dem Meer und bildeten Inseln, die heute wie ein Siebengestirn vor der Nordküste Siziliens liegen: Lipari, Vulcano, Stromboli, Salina, Panarea, Alicudi und Filicudi. Vulkanismus prägt die einzigartige Landschaft dieser äolischen Inselgruppe, Feuerberge bestimmen das Leben der Bewohner. Manche sind stumm und erloschen, andere immer noch aktiv wie der Stromboli oder Vulcano.
Früh schon kamen die ersten Siedler, angelockt von den fruchtbaren Böden. Griechen und Römer lebten auf den äolischen Inseln, handelten weltweit mit Obsidian, dem wertvollen vulkanischen Glasgestein. Bis ins 19. Jahrhundert blühte der Wohlstand, dann kam der Niedergang. Über ein Drittel der Bevölkerung wanderte zwischen 1900 und 1950 nach Amerika und Australien aus.
Wo der Windgott Aeolus seinen Wohnsitz hatte und Vulcanus, der Gott des Feuers hauste, forschen heute Geowissenschaftler, Archäologen und Biologen. Die Region am Rande Europas, die seit alters her als besonders schön, fruchtbar und gefährlich gilt, wird heute von Touristen neu entdeckt.
Daten & Fakten
Naturdenkmal: Inselgruppe Äolische Inseln
UNESCO-Ernennung: 2000
Bedeutung
Vulkanisch entstandene Inseln: geologisch und geophysikalisch für die weltweite Vulkanismusforschung von größter wissenschaftlicher Bedeutung
Lage
Tyrrhenisches Meer
Bewohnte Inseln
Vulkano, Lipari, Salina, Filicudi, Alicudi, Panarea, Stromboli
Copyrightvermerk für Daten & Fakten
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Letzte Änderung am: 22.09.2011, 11.11 Uhr