Sendung vom Montag, 1.8.2011 | 22.00 Uhr | SWR Fernsehen

… hat mit seinem Ingenieurteam den größten laufenden Drachenroboter der Welt gebaut. Nicht für Hollywood, sondern für den Further Drachenstich, dem ältesten Volksschauspiel Deutschlands. Seit 500 Jahren jagt dort Ritter Udo das Ungetüm.
Als der alte Drache mit dem Gabelstaplermotor langsam schrottreif war musste ein neuer her. Für Sandro Bauer (im Bild neben Michael Antwerpes) als ehemaligen Drachentöter und Maschinenbauingenieur eine echte Herausforderung: Er und seine Kollegen bauten ein Modell eines programmierbaren Drachen mit Scheibenwischermotor, der auch die Skeptiker überzeugte. Große Firmen stiegen als Sponsoren ein, und im Sommer 2010 fuhr dann der Drache von 16 Meter Länge und 11 Tonnen Gewicht in Furth ein – unter Polizeischutz und begleitet vom Jubel tausender Schaulustiger!
Wer sich das Spektakel und vor allem den Drachen genauer anschauen möchte, sollte Furth im August besuchen: Der Further Drachenstich ist dort vom 05.-22.08.2011 zu sehen. Mehr Informationen finden Sie auf der Internetseite des Further Drachenstichs (siehe rechts oben).

… ist unsere Kandidatin auf Platz Nummer drei und verarbeitet Blüten zu Köstlichkeiten. Zu diesen Delikatessen gehören Schaumwein und Sirup, Gewürzsalze und Zucker. Alles aus Bioblüten von Lavendel über Salbei bis zur japanischen Kirsche.
Über 450 Blüten hat Anja Quäschning selbst verkostet, bis 60 geeignete übrigblieben – denn nicht alles was gut riecht, schmeckt auch gut. Zur jeweiligen Blütezeit schwärmt sie mit ihren Erntehelfern aus. Glücklicherweise braucht sie nur wenige eigene Felder, denn die meisten Büsche und Bäume wachsen wild. Allerdings benötigt sie unglaubliche Mengen: Für einen Liter Essenz bis zu 100 Kilogramm Blüten! Die werden in Quellwasser eingelegt und dann weiterverarbeitet. Mittlerweile reißen sich die besten Restaurants der Republik um die Blüten- produkte – und selbst Schloss Bellevue wird beliefert.
… ist die Frau in der Bildmitte und hat den Rollator-Tanz nach Deutschland gebracht. Sie ist seit vielen Jahren als Tanzlehrerin tätig und Präsidentin des ‚Deutschen Tanzlehrerverband‘ (ADTV). In den Niederlanden ist sie auf den Rollatortanz gestoßen, der sie so beeindruckte, dass sie von Seniorenheimen zu Seniorenheim durch ganz Deutschland gezogen ist und den Tanz zeigte. Das fand großen Anklang.
Aufgrund der hohen Nachfrage gibt es seit Mai 2011 eine richtige Tanzlehrerausbildung dafür. Getanzt wird jede Art von Tanz, allerdings zu langsamerer Musik und als Paar, wie bei Standard- und Lateinamerikanischen Tänzen üblich. Gemeinsam laufen die Tänzer dann langsam vor und zurück, schwingen zueinander und voneinander weg und drehen sich im Kreis. Die Bewegung, das wiedergewonnene Vertrauen in den eigenen Körper und nicht zuletzt die Musik führen zu einem gesteigerten Glücksgefühl der Teilnehmenden. Es ist medizinisch erwiesen, dass dies positive Auswirkungen auf Körper und Geist hat.
Letzte Änderung am: 24.06.2011, 23.29 Uhr