Joanna Dziersk...

...ist Pagin in einem Luxushotel. Die schmucken Uniformen haben es ihr schon früh angetan – so sehr, dass sie eine Hotelfach-Ausbildung begann. Von der Pike auf hat sie gelernt, was Dienstleistung im Luxushotel bedeutet, nämlich: Türen aufhalten, Limousinen aus der Garage holen, Koffer schleppen und so weiter.
Ältere Damen begleitet sie zum Friseur, sie besorgt Opernkarten und bringt, wenn’s sein muss, auch gerne mal Kondome aufs Zimmer. Für diesen kleinen Liebesdienst gibt es öfters mal ein sattes Trinkgeld, das die Pagen übrigens als einzige nicht mit den Kollegen teilen müssen. Dafür schuften sie aber auch hart, denn der Job beginnt schon um 5 Uhr morgens mit dem Zeitungsaustragen. Bei 6 Etagen und 382 Zimmern ist das bereits Fitnesstraining für den ganzen Tag.
Karl-Heinz Frommolt...

...sitzt auf Platz Nummer drei und leitet eines der größten Tierstimmen-Archive der Welt, mit allem was Tiere an Tönen und Geräuschen so von sich geben. Mehr als 100 000 Verständigungslaute umfasst die Sammlung: da gibt es das Knarren der paarungswilligen Erdkröte, Darmatmungsgeräusche der Libellenlarve, oder das Getüte einer frisch geschlüpften Bienenkönigin. Zu hören gibt es die Töne auch online und auf CDs, oder – auch sehr beliebt – als Klingelton fürs Handy. Ein absolutes Highlight sind die erregten Rufe eines aufgebrachten Maulwurfs!
Erich Schopf...
...malt Bilder. Das allein ist nichts ungewöhnliches, seine Farben jedoch schon: Schopf malt tatsächlich mit Bakterien! Diese filtert er aus der Luft oder aus Gewässern. Und je nach Herkunft entwickeln sie ihre Eigenschaften: Grüne, blaue und violette gibt es eher in Gewässern. Aus der ganzen Welt kommen seine Farben, ein ganz bestimmtes Gelb bekommt er zum Beispiel in Island. Doch wirklich schwierig wird es dann beim Malen selbst. Die Bakterien sind nämlich erst mal farblos und so sieht Erich Schopf nicht, was er malt. Daher macht er seine Pinselstriche nach einem Plan und muss sich genau merken, welche Stellen er schon bemalt hat. Nach wenigen Tagen sieht er dann das Ergebnis und 'deaktiviert' die Bakterien wieder, damit diese sich nicht weiterentwickeln und das Gemälde in einen Endzustand gebracht werden kann. Herr Schopf sitzt bei "Sag die Wahrheit" übrigens auf Platz Nummer eins.
Letzte Änderung am: 07.04.2009, 11.07 Uhr