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Faszination Filmmusik Rolf-Hans Müller Preis für Filmmusik 2016

Der Rolf-Hans Müller Preis für Filmmusik - ausgeschrieben durch den SWR - richtet sich an junge Komponistinnen und Komponisten von Filmmusik. Der mit 10.000 € dotierte Preis soll einen Filmkomponisten prämieren, der z. B. noch an einer Filmhochschule studiert und/oder bereits seine ersten Kurzfilme und Fernsehspiele vertont hat. Der Preis wird im Rahmen des Fernsehfilm-Festivals am 25. November 2016 in Baden-Baden verliehen.

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Preisverleihung 2014: Joachim Lang und die Gewinnerin des Rolf Hans-Müller Preises 2014, Martina Eisenreich, die den Preis für ihre Musik zum Film "Be my Baby" bekam.

Preisverleihung 2014: Joachim Lang und die Gewinnerin des Rolf Hans-Müller Preises 2014, Martina Eisenreich, die den Preis für ihre Musik zum Film "Be my Baby" bekam.

Rolf-Hans Müller, geboren am 10. April 1928, war dem SWF 40 Jahre lang als Pianist, Leiter des hauseigenen Tanzorchesters, Komponist, Arrangeur und Regisseur verbunden.

Rolf-Hans Müller Bigband

Wie wichtig ist Filmmusik?

Quentin Tarantino bat Ennio Morricone, den Soundtrack zu seinem neuen Western The Hateful 8 zu schreiben. Nachdem Morricone ablehnte, flog der Regisseur nach Rom und überredete den 87-jährigen Filmkomponisten eine ganze Nacht lang - bis er zusagte.

Wir wissen um die Bedeutung von Filmmusik. Sie ist längst kein schmückendes Beiwerk mehr. Filmmusik kann eine Situation unterstützen, verdeutlichen, durchleuchten. Sie kann aber auch durch Widerspruch den Gehalt einer Szene konterkarieren, entlarven oder ins Lächerliche ziehen. Sie kann Spannung aufbauen oder überraschen, eine Botschaft transportieren. Der Filmzuschauer jedoch achtet auf die Bilder, die Geschichte, die Schauspieler, die digitalen Effekte, die Landschaften - die Musik wird oft nur wahrgenommen, wenn sie "stört" - sei es durch ein "zu viel", durch einen Fehlgriff in den musikalischen Mitteln oder durch Phantasielosigkeit.

Andererseits werden bei Filmmusik bestimmte Klänge oder Dissonanzen ohne weiteres hingenommen, die in einem anderen Zusammenhang als schräg oder kakophonisch empfunden werden. Neben der Dramaturgie der Geschichte und der Filmbilder spielt die Dramaturgie der Filmmusik allerdings eine ebenso tragende Rolle im Gesamtergebnis Film. Und doch fristet die Filmmusik neben der sogenannten "Kunstmusik" ihr Schattendasein als "Funktionsmusik".

Der Rolf-Hans Müller Preis für Filmmusik

Der Preis wurde 1992 durch den damaligen SWF und Rita Müller-Davar - der Witwe Rolf-Hans Müllers - ins Leben gerufen und wird seitdem alle 2 Jahre verliehen. Das Preisgeld von 10.000 Euro wird je zur Hälfte von der Rolf-Hans Müller Stiftung sowie der Filmförderung der MFG Medien- und Filmgesellschaft Baden-Württemberg finanziert. Der Preis wird im Rahmen des Fernsehfilm-Festivals am 25. November 2016 in Baden-Baden verliehen.

Rolf-Hans Müller, geboren am 10. April 1928, war dem SWF 40 Jahre als Pianist, Leiter des hauseigenen Tanzorchesters, Komponist, Arrangeur und Regisseur verbunden. Er wurde auch durch seine Musik für eine Vielzahl von Fernsehproduktionen, unter anderem für die Serien Salto Mortale, Goldene Zeiten und Moselbrück bekannt. Rolf-Hans Müller starb am 26.12.1990 im Alter von 62 Jahren. Der Rolf-Hans Müller Preis für Filmmusik soll das Andenken an Rolf-Hans Müller und seine Arbeit für den SWF bewahren.

Bisherige Preisträger

Martina Eisenreich (2014)  Daniel Sus, (2012), der 2015 den Auftrag bekam, die Musik zur Verfilmung von Ken Folletts Bestseller Die Pfeiler der Macht zu schreiben, Rainer Bartesch (2010), Natalia Dittrich (2008), Marco Hertenstein (2006), Karim Sebastian Elias (2004), Florian Appl (2002), Johannes Kobilke (2000), Jörg Lemberg (1998), Ralf Wienrich (1996), Frank Loef  (1994) und  Nikolaus Glowna (1992).