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SENDETERMIN Di, 1.11.2011 | 21:45 Uhr | Das Erste

Deutscher Atommüll auf dem Meeresboden wird zur tickenden Zeitbombe Strahlende Altlast

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Endlager Meeresboden - Bis 1982 versenkten neun Staaten schwach- und mittelradioaktive Abfälle im Nordostatlantik, darunter auch Deutschland. Insgesamt wurden offiziellen Statistiken zufolge an 15 Stellen 114.726 Tonnen Atommüll in 222.732 Fässern verklappt und zwar Alpha-, Beta- und Gammastrahler. Die verantwortlichen Regierungen gingen davon aus, dass der radioaktive Abfall in 4.700 Metern Tiefe "beseitigt" sei. Man nahm an, dass eventuell ausdringende radioaktive Stoffe im Ozean "verdünnt" würden. Heute ist die "Verdünnung" von radioaktiven Abfällen verboten, weil die Radioaktivität dabei nicht verringert sondern unkontrolliert verteilt wird.

Wenige Jahre nach den letzten Versenkungen haben Meeresbiologen herausgefunden, dass freigesetzte Isotope über die Nahrungskette auch aus einer Tiefe von mehr als 5.000 Metern hinauf in Fischfangzonen gelangen können. Seit 1995 ist das Versenken von Atommüll weltweit verboten. Inzwischen wurde in den Versenkungsgebieten u.a. Plutonium 238 in Wasserproben, im Sediment und in Fischen nachgewiesen. Die Halbwertzeit von Plutonium 238 liegt bei 87,7 Jahren. Wenige Millionstel Gramm Plutonium im Körper sind für den Menschen tödlich.

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2:36 min | Di, 1.11.2011 | 21:45 Uhr | Das Erste

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Interview mit REPORT MAINZ-Redakteur Thomas Reutter

Thomas Reutter zu seinen Recherchen zu Atommüll im Meer.

Atommüllfund des Forschungsschiffes "Walther Herwig" im Nordost-Atlantik

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Bilder vom Atommüllfund des Forschungsschiffes "Walther Herwig" im Nordost-Atlantik 1984

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Forscher des Schiffes "Walther Herwig" bergen 1984 drei Fässer mit Atommüll aus dem Nordost-Atlantik.

Forscher des Schiffes "Walther Herwig" bergen 1984 drei Fässer mit Atommüll aus dem Nordost-Atlantik.

Die Fässer mit Atommüll wurden, laut ihrer Aufschrift, im Jahr 1980 versenkt…

… 700 Seemeilen nordwestlich von Spanien und 700 Seemeilen südwestlich von Irland.

Die drei von den Forschern geborgenen Fässer mit Atommüll sind sichtlich angegriffen vom Meerwasser.

Die Fässer mit Atommüll sind stark verbeult.

Ein Fass ist sogar extrem eingedellt.

Vier Jahre Salzwasser hat dem Fass mit Atommüll schwer zugesetzt.

Die Forscher des Schiffes "Walther Herwig" untersuchen die geborgenen Fässer mit Atommüll.

Nach der kurzen Untersuchung werfen die Forscher die Fässer mit Atommüll einfach wieder zurück in den Nordost-Atlantik.

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9:33 min | Di, 1.11.2011 | 21:45 Uhr | Das Erste

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Strahlende Altlast (XL-Version)

Bis 1982 versenkten neun Staaten schwach- und mittelradioaktive Abfälle im Nordostatlantik, darunter auch Deutschland. Inzwischen wurde in den Versenkungsgebieten u.a. Plutonium 238 in Wasserproben, im Sediment und in Fischen nachgewiesen. Mit welchen Folgen?

aus der Sendung vom

Di, 1.11.2011 | 21:45 Uhr

Das Erste

Bericht

Autor:
Thomas Reutter, Manfred Ladwig
Kamera:
Christian Saal
Schnitt:
Alexander Jung
Sprecher:
Thomas Reutter