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„Konjunkturprogramm für Steuerberater“
Mainz - Bundeslandwirtschaftsminister Horst Seehofer, CSU, kritisiert den Regierungsentwurf zur Erbschaftssteuerreform. Im ARD-Politikmagazin REPORT MAINZ fordert er einen Verzicht auf die Lohnsummenregelung.
Seehofer wörtlich: „Das schreit geradezu nach Steuergestaltung durch die Wirtschaftsprüfer und Steuerberater und wir sollten ja nicht den Ehrgeiz haben, ein Konjunkturprogramm für Steuerberater zu machen.“
Die Lohnsummenregelung sieht vor, dass Unternehmer die Summe aller festan-gestellten Mitarbeiter errechnen müssen. Diese Lohnsumme darf zehn Jahre nach dem Erbfall nicht unter 70 Prozent fallen, sonst werden Steuernachzahlungen fällig. Ausgenommen sind Leiharbeiter, freie Mitarbeiter und geringfügig Beschäftigte sowie Mitarbeiter von Tochterunternehmen außerhalb der EU. Steuerberater empfehlen deshalb, vor dem Erbfall verstärkt Leiharbeiter einzustellen oder Betriebsteile ins Ausland zu verlagern.
Seehofer dazu gegenüber REPORT MAINZ: „In dem Moment, wo ich vorschreibe, 70 Prozent der Personalkosten müssen über zehn Jahre weitergeführt werden, habe ich all die Probleme, wie berechnen sich die Personalkosten, wer zählt zum Personal, dann wird Personal ausgegliedert.“
Letzte Änderung am: 18.02.2008, 08.48 Uhr