aus der Sendung vom Montag, 8.11.2010 | 21.45 Uhr | Das Erste
Videoaufnahmen dokumentieren gravierende Sicherheitsmängel bei mehreren Produktionsfirmen aus dem Großraum Leipzig und dem Rhein-Main-Gebiet. Sie zeigen offene Tore und Türen, ein Fremder kann sich im Frachtbereich in aller Ruhe umsehen. Möglich sind diese Sicherheitslücken aufgrund einer Übergangsregelung. Praktisch jede produzierende Firma, die Luftfracht verschickt, konnte sich bis Ende April 2010 durch die Unterzeichnung eines einfachen Formulars als sogenannter "bekannter Versender" registrieren lassen. Diese Firmen dürfen noch bis März 2013 ihre Luftfracht verschicken, ohne dass die Fracht durchleuchtet werden muss.
Eine staatliche Kontrolle des Unternehmens findet in diesem Zeitraum in der Regel nicht statt. Es handelt sich dabei nach Aussagen des Parlamentarischen Staatssekretärs Jan Mücke um ca. 65 000 Unternehmen, die diese Übergangsregelung nutzen. Rainer Wendt von der Deutschen Polizeigewerkschaft fordert: "Es darf keine Übergangszeiten geben. Wir müssen jetzt und zwar sehr schnell auf europäischer Ebene ein vernünftiges System installieren."
Letzte Änderung am: 08.11.2010, 11.36 Uhr
Kommentare zu diesem Artikel:
Sicherheitslücken im Luftfracht-Verkehr schliessen
Sicherheitslücken im Luftfracht-Verkehr schliessen
(Peterli) 22.11.2010 , 13:54
Hallo Wer sich tiefer über das Thema informieren möchte, was heute schon möglich ist / wäre: Interessanter Artikel vom 13.10.10 in der Zeitschrift Process unter http://www.process.vogel.de/logistik_verpackung/transport/fahrzeuge/articles/286817/ zu lesen...