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SENDETERMIN Di, 29.10.2013 | 21:45 Uhr | Das Erste

Unterbesetzte Frühchen-Stationen Wie die Krankenhauslobby aus Kostengründen bessere Versorgung verhindert

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Viele Frühchen-Stationen in Deutschland sind unterbesetzt. Mit schlimmen Folgen. Denn für Frühchen können schon kleinste Fehler den Tod bedeuten oder eine lebenslange Behinderung. Um frühgeborenen Kindern solch ein Schicksal zu ersparen, gibt es jetzt eine verbindliche Richtlinie für alle Kliniken. Sie legt Mindestanforderungen für die Frühchenversorgung fest: Von 2017 an soll sich eine Krankenschwester in der Intensivtherapie nur noch um ein Frühchen kümmern müssen – statt wie bisher um bis zu sechs. Außerdem muss ein Teil des Pflegepersonals speziell für die Intensivpflege weitergebildet sein.

Doch die Recherchen von REPORT MAINZ zeigen: Die Deutsche Krankenhausgesellschaft macht hinter den Kulissen gegen die Richtlinie mobil – aus Kostengründen. Die Lobbyarbeit der Krankenhäuser scheint sogar Erfolg zu haben: das Bundesgesundheitsministerium will plötzlich eine Regelung für eine Abweichung von den vorgeschriebenen Pflegeschlüsseln prüfen. SPD-Gesundheitspolitiker Karl Lauterbach und Frühgeborenen-Mediziner Prof. Christian Poets üben im Interview mit REPORT MAINZ jetzt scharfe Kritik an der Aufweichung der Richtlinie.

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