Bitte warten...

SENDETERMIN Di, 15.9.2015 | 21:45 Uhr | Das Erste

Fragwürdige Rüstungsexporte Wie Heckler & Koch Exportgenehmigungen für Mexiko erhielt

Um das Video abspielen zu können, benötigen Sie Javascript. Bitte aktivieren Sie dies in Ihrem Browser.

Mexikanische Polizisten mit dem deutschen Sturmgewehr G36. Weil bekannt war, dass die Polizisten foltern, war das Auswärtige Amt in Berlin noch 2005 gegen eine Lieferung von G36. Recherchen von REPORT MAINZ belegen erstmals, warum der Export trotzdem genehmigt wurde: Das Ministerium beschloss, "außenpolitische Bedenken gegen die Ausfuhr unter der Forderung der Anwendung des Exportgrundsatzes "Neu für Alt" (…) zurückzustellen."

Das Ministerium genehmigte also unter einer Bedingung: Die mexikanische Polizei sollte ihre Gewehre einschmelzen. Neue Waffen für alte. Doch REPORT MAINZ-Recherchen zeigen: Die Auflage wurde nicht umgesetzt. Fotos, die von der Bundesregierung unter Verschluss gehalten werden, zeigen: Verschrottet wurden lediglich Revolver und 700 Gewehre, zum Teil verrostet und zerlegt. Dafür durfte Heckler und Koch mehr als 10.000 neue G36 liefern.

aus der Sendung vom

Di, 15.9.2015 | 21:45 Uhr

Das Erste

Bericht

Autoren:
Daniel Harrich, Thomas Reutter

Kamera:
Andreas Deinert, Walter Harrich

Schnitt:
Michael Zeigermann