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SENDETERMIN Di, 10.6.2014 | 22:00 Uhr | Das Erste

Bei der Max-Planck-Gesellschaft sollen Millionen Forschungsgelder in dunkle Kanäle geflossen sein Forscher unter Korruptionsverdacht

Es geht um die Herstellung von Siliziumchips im Münchner Halbleiterlabor der Max-Planck-Gesellschaft. Damit wurde eine Firma namens PNSensor beauftragt – mit einem Volumen von insgesamt sieben Millionen Euro. Mehrheitseignerin von PNSensor war die Ehefrau des damaligen Leiters des MPG-Halbleiterlabors Lothar Strüder, der auch selbst Anteile hält.

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Belege musste das Unternehmen nicht vorlegen, es wurde eine vorab vereinbarte Summe in voller Höhe ausgezahlt. Überschussstücke, die für die Forschung nicht zu gebrauchen waren, hat das Unternehmen über eine Tochterfirma an die Industrie verkaufen dürfen. Es besteht der Verdacht, dass PNSensor Chips gezielt für den Verkauf produziert hat – finanziert aus öffentlichen Geldern.

Die Vorwürfe waren auch der Führungsspitze der MPG bekannt: Martin Stratmann, der am 5.6. vereidigte neue Präsident, wusste mindestens seit 2012 Bescheid. Die Ermittlungsbehörden wurden jedoch nicht eingeschaltet.

aus der Sendung vom

Di, 10.6.2014 | 22:00 Uhr

Das Erste

Bericht

Autoren:
Heiner Hoffmann, Wilm Hüffer

Kamera:
Helmut Fischer, Hansi Goldfuß, Thomas Schäfer

Schnitt:
Kirsten Thorisch

Sprecher:
Gottlob Schober