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Über 2,8 Millionen Menschen in Deutschland sind arbeitslos. In der Gesellschaft werden sie oft als Sozial-Schmarotzer angesehen. Je länger die Arbeitslosigkeit dauert, desto mehr sinkt das Ansehen der Jobsuchenden. Dabei wird vielen Arbeitslosen die Suche nach einer neuen Beschäftigung unnötig erschwert. Arbeitslose über 50 haben in Deutschland kaum Vermittlungschancen. ARGEn strafen Jugendliche systematisch ab. Unverständiges Beamtendeutsch lässt viele Arbeitslose verzweifeln. Ein Alptraum: da kommt ein Bescheid vom Arbeitsamt und man versteht nur "Bahnhof". Im Jobcenter Berlin-Mitte beschäftigt man sogar extra einen eigenen "Bescheiderklärer".
Ein weiteres Problem: Selbst offiziellen Statistiken kann man nicht trauen, Zahlen werden oft geschönt. So soll die Bundesagentur für Arbeit im Jahr 2010 laut Bild-Zeitung eine Million Menschen in einen Job vermittelt haben – so viele wie nie zuvor. Doch viele Hartz VI-Empfänger hatten daran Zweifel. Auch Experten konnten den angeblichen Vermittlungsrekord nicht nachvollziehen. Nach Recherchen von REPORT MAINZ ist die Arbeitslosigkeit bei den über 58-Jährigen um 50 Prozent höher als offiziell benannt.
Seit Jahren beschäftigt sich die REPORT MAINZ-Redaktion immer wieder mit dem Thema Arbeitslosigkeit in Deutschland. Wir haben die spannendsten Beiträge noch einmal für Sie zusammengetragen:
Letzte Änderung am: 23.09.2011, 10.11 Uhr
Kommentare zu diesem Artikel:
Nach Stellenabbau direkt in Hartz IV
Nach Stellenabbau direkt in Hartz IV
(Susanne Kethel) 18.04.2012 , 06:14
Sehr geehrte Damen, sehr geehrte Herren, ich finde es schrecklich mit anzusehen wie überall Stellen abgebaut werden. Viele rutschen unverschuldet in Hartz IV. Darüber sollte man mal berichten! Ja, es gibt viele, die nicht arbeiten gehen wollen. Aber es gibt auch wiederum andere, die arbeiten gehen wollen und finden keinen Platz, weil wieder Stellen abgebaut werden. Andere finden eine Stelle. Der Verdienst reicht nicht aus und man ist trotzdem vom Amt abhängig! Unsere Regierung soll doch mal mehr da Geld reinstecken, wo es gebraucht wird. In der DDR gab es Arbeitsplätze für jeden! Hier werden die Stellen abgeschafft! Auch werden Stellen abgebaut, weil immer mehr der Computer diese Arbeiter ersetzen kann! Ist das nicht entsetzlich?! Ich finde das muss unterbunden werden! Wo früher noch 10 Leute arbeiteten, arbeitet heute nur noch eine Maschine! Schon selbst beim Müllauto geht alles fast ohne Mensch! Da wird ein Greifarm an das Müllauto gemacht und schon hat man zwei Stellen abgebaut! Als ich noch Kind war, lief noch ein Mann rum um die Mülltonnen bereit zu stellen. Den hat man abgeschafft, in dem das nun jeder Eigentümer der Mülltonne macht! Irgendwann wird es so weit kommen, dass wir alle zu Hause sitzen, weil für alles eine Maschine entwickelt wurde. Wir werden dann alle vom PC aus arbeiten, damit morgens der Tisch gedeckt ist, wenn wir dann irgendwann mal aufstehen. Wenn wir das dann überhaupt noch wollen, weil es ja nichts mehr zu tun gibt! Eine Maschine wird uns dann vielleicht auch noch das Frühstück ans Bett bringen... Viele Grüße Susanne Kethel