Wie Arbeitslose in den sozialen Abstieg getrieben werden

Arbeitslosigkeit in Deutschland

Über 2,8 Millionen Menschen in Deutschland sind arbeitslos. In der Gesellschaft werden sie oft als Sozial-Schmarotzer angesehen. Je länger die Arbeitslosigkeit dauert, desto mehr sinkt das Ansehen der Jobsuchenden. Dabei wird vielen Arbeitslosen die Suche nach einer neuen Beschäftigung unnötig erschwert. Arbeitslose über 50 haben in Deutschland kaum Vermittlungschancen. ARGEn strafen Jugendliche systematisch ab. Unverständiges Beamtendeutsch lässt viele Arbeitslose verzweifeln. Ein Alptraum: da kommt ein Bescheid vom Arbeitsamt und man versteht nur "Bahnhof". Im Jobcenter Berlin-Mitte beschäftigt man sogar extra einen eigenen "Bescheiderklärer".

Ein weiteres Problem: Selbst offiziellen Statistiken kann man nicht trauen, Zahlen werden oft geschönt. So soll die Bundesagentur für Arbeit im Jahr 2010 laut Bild-Zeitung eine Million Menschen in einen Job vermittelt haben – so viele wie nie zuvor. Doch viele Hartz VI-Empfänger hatten daran Zweifel. Auch Experten konnten den angeblichen Vermittlungsrekord nicht nachvollziehen. Nach Recherchen von REPORT MAINZ ist die Arbeitslosigkeit bei den über 58-Jährigen um 50 Prozent höher als offiziell benannt.

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Seit Jahren beschäftigt sich die REPORT MAINZ-Redaktion immer wieder mit dem Thema Arbeitslosigkeit in Deutschland. Wir haben die spannendsten Beiträge noch einmal für Sie zusammengetragen:

Stand: 23.09.2011, 10.11 Uhr