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Uwe B., Uwe M. und Beate Z., hinterlassen in Deutschland eine Schneise der Verwüstung. Die drei Mitglieder der Terrorgruppe „Nationalsozialistischer Untergrund“ (NSU) sollen insgesamt zehn Menschen erschossen und zwei Anschläge verübt haben.
So sollen die sogenannten „Döner-Morde“, bei denen zwischen 2000 und 2006 neun Menschen getötet wurden, auf das Konto des NSU gehen. Im Jahr 2007 wurde in Heilbronn eine 22-jährige Polizistin erschossen. Die Bundesanwaltschaft sieht eine Verbindung zwischen dem Polizistenmord von Heilbronn und der Mordserie an Migranten. Im Januar 2001 wurde in der Kölner Innenstadt eine 19-jährige Deutsch-Iranerin bei einem Anschlag auf das Kölner Lebensmittelgeschäft ihrer Eltern schwer verletzt. Eine Auswertung der Propaganda-DVD, die nach dem Selbstmord von Uwe B. und Uwe M. gefunden wurde, legt nahe, dass der NSU für die Tat verantwortlich ist. Im Juni 2004 wurden bei einem Anschlag in Köln 22 Menschen verletzt, fast alles Türken. Es ist sehr wahrscheinlich, dass Uwe B. und Uwe M. die Attentäter sind. Täglich werden nun neue Details zu den Verbrechen des Trios bekannt.
Die neuesten Entwicklungen zwingen die deutsche Politik zum Handeln. Kanzlerin Angela Merkel fordert eine „lückenlose Aufklärung der Taten“, Innenminister Hans-Peter Friedrich spricht sich für die Erstellung eines Zentralregisters rechtsextremistischer Gewalttäter aus. Und auch über ein NPD-Verbot wird wieder neu diskutiert.
Obwohl das Verbot der NPD von vielen Gegnern seit langem gefordert wird, gibt es die rechtsextreme Partei noch immer. Einer der Hauptgründe: Zu viele V-Leute des Bundesverfassungsschutzes sind in der NPD aktiv.
REPORT MAINZ wies bereits im Jahr 2009 auf eine beunruhigende Entwicklung hin: Bei Kommunalwahlen in Mecklenburg-Vorpommern erreichte die NPD in einzelnen Wahlbezirken wie in Ueckermünde bis zu 28,8 Prozent der Stimmen. Dabei machten Mitglieder der rechtsextremen Szene in den vergangenen Jahren immer wieder von sich reden. Und der Verdacht lag oft nahe, dass die Täter Verbindungen zur NPD hatten. So berichtete REPORT MAINZ im Jahr 2008 über den Schlägertrupp „Sturm 34“ – wohl benannt nach einer SA-Schlägertruppe aus der Nazi-Zeit - und stellte sich die Frage, ob es eine Verbindung zwischen den Brandstiftern und der NPD gab.
REPORT MAINZ beschäftigt sich seit vielen Jahren regelmäßig mit dem Thema „Rechtsextremismus in Deutschland“. Wir haben die interessantesten Beiträge noch einmal für Sie zusammengetragen.
Letzte Änderung am: 17.11.2011, 11.59 Uhr