aus der Sendung vom Montag, 1.12.2008 | 21.45 Uhr | Das Erste
Die Rettungsschirme, die jetzt allerorten aufgespannt werden, um Schlimmeres zu verhindern, sie haben natürlich auch ihren Platz in Lisas Welt.
Bericht:
Es regnet schlechte Nachrichten, deshalb will die Merkel die Banken nicht im Regen stehen lassen, weil sonst die Konjunktur absäuft.
Das reicht aber dem Glos nicht. Der will, dass die Merkel die Industrie nicht im Regen stehen lässt, weil, wenn es immer nur um die Banken geht, nur der Steinbrück den Helden spielen darf, und er wieder im Regen steht.
Der Koch will, dass die Merkel Opel nicht im Regen stehen lässt, weil er Angst hat, dass ihn sonst die Hessen bei der nächsten Wahl im Regen stehen lassen.
Der Rüttgers auch. Der Steinmeier sowieso, damit er auch mal was gerettet hat.
Der Seehofer will, dass die Merkel die Bayerische Landesbank nicht im Regen stehen lässt, weil er beweisen will, dass er Bayern nicht im Regen stehen lässt – egal wie doof die sich anstellen.
Der Sarkozy will, dass die Merkel Europa nicht im Regen stehen lässt, weil es dem Sarkozy sowieso nie groß genug sein kann.
Außerdem soll die Merkel die Steuerzahler jetzt nicht im Regen stehen lassen, findet der Merz und der Seehofer und der Westerwelle und der Glos.
Damit auch jeder was von der Finanzkrise hat. Schließlich sitzen wir doch alle im gleichen Boot.
Letzte Änderung am: 25.10.2008, 00.06 Uhr