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REPORT MAINZ vom 17.04.2012

REPORT MAINZ,  17.4.2012 | 27:17 min

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Lesermeinungen zum Artikel

Das jahrelange Versagen der Politik beim Tierschutz

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Lesermeinungen 1-8 von 8

Report macht Schlagzeilen

(W. Bessei) 25.06.2010 , 15:56

Ich finde es in höchstem Masse unfair, einen Kaninchenhalter oder einem Marketingspezialisten vor der Kamera eine Definition von "artgerecht" abzuverlangen. Weder die Vertreterin von Vier Pfoten noch Dr. Mantel haben eine Definition gegeben. Scheinbar wissen sie aber genau, was artgerecht beim Kaninchen bedeutet. Wissenschaftler sind sich da nicht so sicher. Unfair ist es auch, wenn man ausgewählte Bilder mit verletzten und toten Tieren aus einem Praxisbetrieb mit Bildern aus einem gut vorbereiteten Modellstall vergleicht. Eine sorgfältige Recherche sieht anders aus. Tatsache ist, dass auch in Bodenhaltung Tiere sterben. Verletzungen durch Aggression treten hier häufiger auf als in kleinen Gruppen im Käfig. Dies ist wissenschaftlich belegt. Diese wissenschaftlichen Erkenntnisse passen allerdings nicht in das Weltbild von Herrn Dr. Mantel und von Vier Pfoten.

Der informierte!!! Verbraucher hat die Macht...

(Friederike Prüll) 24.03.2010 , 15:52

Es ist einfach ein großes Problem, dass über die Haltungsbedingungen viel zu wenig bekannt wird. Solche Sendungen wie diese hier in Report Mainz kommen viel zu selten. Die Konzerne wehren sich wohlweislich gegen eine klare Kennzeichnungen von Tierprodukten. In dieser Hinsicht ist unser Verbraucherschutz eine Farce, denn nur ein informierter Käufer kann entscheiden. Dass außerdem viele (unterbesetzte) Veterinärämter ihre Kontrollaufgaben nicht wahrnehmen, kommt hinzu. Da nützen auch neue Gesetze nichts. Wie unsere sogenannten ("Nutz-")Tiere behandelt werden, macht mich immer wieder fassungslos.

Macht des Endverbrauchers Teil 2

(Antje) 23.03.2010 , 23:18

Teil 2: Darüber hinaus sollte man auch an das Verzerren von industriell aufgezogenen Lachs, Puten und Hähnchen denken. Auch vom Thunfisch sollten wir uns verabschieden, da die Meere leer gefischt sind, dieser ausstirbt, zudem hunderte Delfine dabei sterben. WIR haben die Macht. Kein Absatz, keine Produktion! Beginnen SIE jetzt beim Einkauf zu achten, schreiben Sie an die Handelsketten, die solche Ware anbieten!

Der Verbraucher hat die Macht

(Antje) 23.03.2010 , 23:17

Die größte Bestie auf der Erde ist der Mensch! Haben wir soviel Anstand, Würde und Ehrfurcht gegen Menschenqual und wie hier gegen Tierqual zu handeln! Boikottieren wir als Verbraucher die Supermärkte, kaufen nur noch dort, wo Haltung und Herkunft eindeutig sind, wo wirklich artgerecht nachweisbar produziert wird. Schon allein das Wort Produktion zur Aufzucht von Tieren zu verwenden, ist schier makaber! Denken Sie, dass Ihnen Ihr Braten unter den Umständen überhaupt schmecken kann! Wir sollten beachten, dass nicht nur der Mensch ein Energiewesen ist, sondern auch die Tiere. Der Mensch nimmt die Angst und Qual, die im Fleisch des Tieres steckt in sich auf, auch das Antibiotika. Herzlichen Dank im Namen aller Tiere.

Beste Lösung: Kein Fleisch mehr konsumieren!

(BabySaint94) 23.03.2010 , 18:19

Danke für diese mutige Aufdeckung. Etwas Grundsätzliches zum Thema: Der wirksamste Weg, so etwas endgültig zu beenden, ist, solche Produkte nicht mehr nachzufragen! Eine fleischfreie Ernährung hat viele Vorteile. Die bisher zunehmende + globale Viehzucht ist eine Hauptursache für viele der großen Probleme der Menschheit: Z.B. Welthunger, mitverantwortlich für den drohenden Klimawandel (großer Ausstoß von schädlichen Klimagasen wie Methan für mindestens 51% des Klimawandels verantwortlich, vgl. Worldwatch-Bericht, 2009), die allgemeine Umweltverschmutzung (z.B. Vergiftung der Böden + Gewässer, massive Waldrodung extra für Viehfutter), die ständige Gefahr tödlicher Pandemien (z.B. BSE, Vogelgrippe, Schweinegrippe, die allesamt in unhygienischen Massentierhaltungsbetrieben entstanden) + für weitverbreitete Zivilisationskrankheiten (wie z.B. Übergewicht, Krebs, u.v.m.). Fleisch + andere tierliche Nahrungsmittel sind auch gesundheitlich völlig unnötig.

Fehlende Vorschriften sind keine Entschuldigung für Tierquälerei

(Amtshirsch) 23.03.2010 , 14:16

Auch wenn spezialgesetzliche Vorschriften noch fehlen, gilt dennoch das Tierschutzgesetz und danach ist eine solche Haltung, wie hier gezeigt Tierquälerei, welche von den Vollzugsbehörden entsprechend geahndet werden muß.

Nicht strafbar??

(Jobst Spengemann) 23.03.2010 , 14:10

Um die Strafbarkeit dieses perversen Haltens herzuleiten, reicht ein Blick ins Tierschutzgesetz. Daraus abzuleiten, es sei trotzdem "legal" begreife ich nicht. Filmaufnahmen der Staatsanwaltschaft vorlegen und diese Tierquäler anzeigen. Jeden Abnehmer dieser Qualhaltung Edeka & Co.) damit konfrontieren. Dann hört das ganz schnell auf. § 1 Zweck dieses Gesetzes ist es, aus der Verantwortung des Menschen für das Tier als Mitgeschöpf dessen Leben und Wohlbefinden zu schützen. Niemand darf einem Tier ohne vernünftigen Grund Schmerzen, Leiden oder Schäden zufügen. § 2 Wer ein Tier hält, betreut oder zu betreuen hat, 1. muß das Tier seiner Art und seinen Bedürfnissen entsprechend angemessen ernähren, pflegen und verhaltensgerecht unterbringen, 2. darf die Möglichkeit des Tieres zu artgemäßer Bewegung nicht so einschränken, daß ihm Schmerzen oder vermeidbare Leiden oder Schäden zugefügt werden.

Mehr als 41.000 Tonnen Kaninchenfleisch

(Antonietta) 23.03.2010 , 13:13

werden pro Jahr in Deutschland gegessen. Ein Fünftel davon wird aus Ländern der Europäischen Union, aber auch aus Drittländern wie China importiert. Doch der weitaus größte Teil wird in Deutschland "produziert", es handelt sich um rund 22 Millionen Tiere. In kommerziellen Betrieben werden die Tiere in engen, niedrigen Käfigen auf Metall- oder Kunststoffrosten gehalten - meist ohne Eínstreu. Dabei treten Verletzungen der Pfoten auf. Durch den Bewegungsmangel verkrümmt sich bei vielen Kaninchen die Wirbelsäule. Durch die beengte, reizarme Haltung kommt es zu Kannibalismus und Selbstverstümmelung. Bis zu 50% der "Masttiere" sterben aufgrund der schlechten Haltungsbedingungen und an Infektionskrankheiten.

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