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Laut einem Bericht von SPIEGEL Online glaubt die griechische Regierung offenbar selbst nicht mehr daran, dass die geplanten Privatisierungserlöse von 50 Milliarden Euro bis 2015 erzielt werden können. Demnach sagte der Leiter der griechischen Privatisierungsbehörde, Jannis Koukiadis, am vergangenen Samstag in einem Fernsehinterview, es gebe derzeit kein nennenswertes Interesse an staatlichem Besitz.
Und weiter: "Im laufenden Jahr 2012 werden wir ungefähr 4,7 Milliarden Euro an Privatisierungserlösen verbuchen können. Das ist das einzige verwirklichbare Einnahmeziel." REPORT MAINZ hatte hingegen aufgezeigt, dass in diesem Zeitraum 10 Milliarden Euro fest eingeplant waren. So sollten Anteile des Athener Flughafens, der staatlichen Elektrizitätsgesellschaft und griechische Autobahnen an private Investoren verkauft werden.
Nach Angaben der Nachrichtenagentur REUTERS wurden schon 2011 die avisierten Erlöse von vier Milliarden Euro weit verfehlt. Unterm Strich blieben demnach nur 1,7 Milliarden Euro.
Glaubt man Jannis Koukiadis, der im vergangenen Herbst auch als Premierminister im Gespräch war, dann hatten die veranschlagten Summen nicht mehr als Symbolcharakter. SPIEGEL Online zitiert ihn mit den Worten: "Die Zahlen, die genannt worden sind, können auf keinen Fall verwirklicht werden. Im Übrigen sind diese Zahlen auf gut Glück festgelegt worden."
Letzte Änderung am: 30.01.2012, 14.07 Uhr