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Zu Unrecht abgeschobene Menschen, illegale Waffenlieferungen nach Mexiko, versenkte Atommüllfässer im Meer, gravierende Sicherheitsmängel bei der Bundeswehr und ausgespähte Mitarbeiter. Anhand von fünf Beispielen zeigen wir Ihnen, was sich auf Grund unserer Recherchen wirklich verändert hat.
Im Jahr 2010 berichtete REPORT MAINZ über illegale Waffenlieferungen der deutschen Firma Heckler und Koch in Krisengebiete in Mexiko. Bereits im Jahr 2007 hatte die Bundesregierung Waffenlieferungen in die mexikanischen Unruheprovinzen strikt verboten. Jetzt ermittelt die Staatsanwaltschaft. Auch die Bundesregierung hat nach der Berichterstattung von REPORT MAINZ Konsequenzen gezogen. So darf Heckler und Koch keine Kriegswaffen mehr nach Mexiko liefern.
Ähnliche Erfolge sind in dem Fall der im Atlantik versenkten Atommüllfässer zu verzeichnen. In den sechziger Jahren wurden mehr als 200.000 Fässer Atommüll vor den Küsten Europas versenkt, unter anderem auch von Deutschland. Unser Redakteur Thomas Reutter beschäftigte sich ausführlich mit dem Thema. Erst nach Ausstrahlung des Beitrags reagiert Bundesumweltminister Norbert Röttgen. Er will sich in Zukunft für einen geeigneten internationalen Überwachungsprozess einsetzen.
Auch in dem Fall einer zu Unrecht abgeschobenen Roma-Familie brachte erst unser Bericht die Behörden zum Einlenken. Obwohl Familie Tahiri gut integriert war, wurde sie abgeschoben. Kurz darauf starb die Mutter. Die Frau hätte nicht ausgewiesen werden dürfen. Denn ein ärztliches Attest habe ihr bescheinigt, dass sie nicht reisefähig war. Erst als REPORT MAINZ nachfragt, dürfen Vater und Sohn nach Deutschland zurückkehren.
Für einen Skandal sorgte auch unsere Berichterstattung über gravierende Mängel in deutschen Bundeswehrkasernen. Ungehindert konnte man in Sicherheitsbereiche und Sperrzonen gelangen, hatte Zugang zu sensiblen Daten und teuren Waffensystemen. Konfrontiert mit den Aufnahmen, räumt das Bundesverteidigungsministerium Versäumnisse ein. Die Kontrollen werden nach der Berichterstattung von REPORT MAINZ in allen deutschen Bundeswehr-Kasernen verschärft.
Mehrfach berichtete REPORT MAINZ über ausgespähte Mitarbeiter. Namenhafte Unternehmen wie die Deutsche Bahn, Lidl oder Tönnies kannten keine Skrupel, wenn es um die Bespitzelung ihrer Belegschaft ging. Deshalb beschloss die Bundesregierung den Entwurf eines Beschäftigtendatenschutzgesetzes. Doch wie REPORT MAINZ zeigt: nach dem neuen Gesetz wären die früheren Spitzelpraktiken der Arbeitgeber gesetzlich legitimiert. Nach der Berichterstattung von REPORT MAINZ liegt der Gesetzentwurf jetzt auf Eis.
Letzte Änderung am: 09.12.2011, 13.07 Uhr