Navigation

Volltextsuche

Nächste Sendung

29.05.2012
21.45 Uhr, DasErste

REPORT MAINZ vom 17.04.2012

REPORT MAINZ,  17.4.2012 | 27:17 min

Newsletter Service Der Report Newsletter

Lassen Sie sich über die Themen der Sendung informieren. [mehr zu: Der Report Newsletter]

Seite vorlesen:

Nachgefragt am 10.11.2011Die Deutsche Bank will nichts mehr mit Streubomben zu tun haben

Kritik und Proteste haben offenbar zu einem Umdenken in der Vorstandsetage geführt. Nun kündigt der Konzern an, in Zukunft auf Geschäfte mit den Produzenten weltweit zu verzichten.

Die Deutsche Bank kappt sämtliche Verbindungen zu Herstellern von international geächteten Waffen wie Streubomben. Das Institut habe entschieden, dass es «Geschäftsbeziehungen zu Unternehmen einstellen wird, die neben vielen anderen Produkten auch Streubomben produzieren», erklärte ein Sprecher der Bank am Mittwoch in Frankfurt und bestätigte damit der Deutschen Presseagentur (dpa) gegenüber einen vorab veröffentlichten Bericht der Wochenzeitung «Die Zeit».

Damit setzt der Konzern eine Ankündigung von Vorstandschef Josef Ackermann um. Bei der Hauptversammlung im Mai direkt mit einem Streubomben-Opfer konfrontiert, hatte Ackermann erklärt: «Wir unterhalten als globale Bank auch Geschäftsbeziehungen zu Mischkonzernen, die auch - vielleicht ohne, dass wir das wissen - Produkte herstellen, die geächtet sind.» Ackermann kündigte damals an, solche Engagements künftig noch genauer unter die Lupe zu nehmen.

Der Sprecher erklärte nun dpa gegenüber: «Neue Geschäftsbeziehungen zu solchen Unternehmen kommen nur dann in Frage, wenn die Kunden sich dezidiert verpflichten, so schnell wie möglich aus diesem Geschäftsbereich auszusteigen.» Streubomben verteilen große Mengen von Sprengkörpern über weite Flächen, Menschen werden wahllos verletzt und getötet. Die Konvention über Streumunition verbietet seit dem 1. August 2010 den Gebrauch dieser Waffenart. Auch die Herstellung, Lagerung und Weitergabe ist untersagt. Deutschland schloss sich der Konvention an.

Letzte Änderung am: 10.11.2011, 14.25 Uhr

Nachgefragt

Bodeneinschlag einer Streubombe Deutsches Geld für Streubomben Deutsches Geld für Streubomben

Die Deutsche Bank Tochter DWS investiert Gelder bei der US-Firma Textron, das geht aus dem Jahresbericht 2009 von DWS hervor. Textron verkauft Streumunition, eine Waffe, die von mehr als einhundert Ländern weltweit geächtet ist, auch von Deutschland.

Leopard 2 Panzer Dossiers | Umstrittene Rüstungsexporte Waffen für die Herrscher in aller Welt

Autoritäre Systeme, Folterstaaten und Diktaturen erhielten Rüstung aus Deutschland. Diese Genehmigungen widersprechen den politischen Grundsätzen der Bundesregierung. Dennoch will die Bundesregierung jetzt den Export von Rüstungsgütern generell erleichtern. [mehr zu: Waffen für die Herrscher in aller Welt]

Die Landesrundfunkanstalten der ARD: BR, HR, MDR, NDR, Radio Bremen, RBB, SR, SWR, WDR,
Weitere Einrichtungen und Kooperationen: ARD Digital, ARTE, PHOENIX, 3sat, KI.KA, DLF/ DKultur, DW