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REPORT MAINZ berichtete am 24.01.2011
Am 24.7.2010 endete die Loveparade von Duisburg in einer Katastrophe: 21 Menschen starben, über 500 wurden körperlich verletzt und tausende Menschen bei der Massenpanik traumatisiert. Wie geht es den Opfern heute? Sie sind aus dem Blick geraten, weil monatelang nur über die Verantwortung und Schuld von Stadt, Veranstalter und Polizei gestritten wurde. Vielen von ihnen geht es heute schlechter als unmittelbar nach Katastrophe.
Nachgefragt am 12.07.2011
Die Loveparade in Duisburg, bei der vor knapp einem Jahr 21 Menschen ums Leben kamen, hätte nach Ansicht der Staatsanwaltschaft so nicht genehmigt werden dürfen. "Die Erteilung der Genehmigung erfolgte rechtswidrig", heißt es in einem Zwischenbericht der Staatsanwaltschaft Duisburg an die vorgesetzten Behörden vom Januar dieses Jahres. Die Ermittler werfen in dem Zwischenbericht unter anderem Mitarbeitern zweier städtischer Ämter vor, ihren Verpflichtungen zur Prüfung des Sicherheitskonzepts und der Einhaltung von Auflagen nicht nachgekommen zu sein. Die Behörde sieht demnach zudem ein pflichtwidriges Verhalten des Leitenden Polizeidirektors, der an dem Unglückstag ab Mittag für das Einsatzgeschehen verantwortlich war. Von den weiteren 15 Beschuldigten seien elf zum Zeitpunkt der Loveparade bei der Stadt Duisburg und vier bei Loveparade-Veranstalter Rainer Schaller beschäftigt gewesen.
Fast ein Jahr nach dem Unglück hat der Duisburger Oberbürgermeister Adolf Sauerland (CDU) unterdessen öffentlich die moralische Verantwortung übernommen und sich bei den Angehörigen der Opfer entschuldigt. "Als Oberbürgermeister dieser Stadt trage ich moralische Verantwortung für dieses Ereignis", sagte Sauerland. Der Stadtrat beschloss Gespräche mit Opfern über einen jährlichen Gedenktag. Außerdem soll der Unglücksort, an dem ein Investor ein Möbelhaus plant, in Teilen als Gedenkstätte erhalten werden.
Letzte Änderung am: 22.06.2011, 17.46 Uhr