aus der Sendung vom Montag, 6.6.2011 | 21.45 Uhr | Das Erste
Biogasbauern versprechen risikolose Energie. In ihren Anlagen vergären sie Rindergülle und Hähnchenmist zu Biogas. Von der Politik werden sie dafür massiv gefördert. Doch sind Biogasanlagen tatsächlich völlig risikolos? Experten haben immer mehr Zweifel. In Biogasanlagen mit Prozesstemperaturen zwischen 30 und 40 Grad fühlen sich krankmachende Erreger wie Salmonellen und EHEC wohl.
Henriette Mietke-Hofmann von der staatlichen Düngemittelüberwachung Sachsen warnt: „Die Keime können sich dort vermehren, sterben in keinem Fall ab.“ Mit den Gärresten gelangen die Keime auf die Felder. Darin sieht auch Erwin Pfundtner, von der österreichischen Agentur für Gesundheits- und Ernährungssicherheit ein Problem: „Wenn belastete Gärreste unsachgemäß ausgebracht wird, dann kann das eine große Gefahr für den Menschen darstellen.“ Anders als in Deutschland werden in Österreich deshalb Gärreste regelmäßig auf Salmonellen oder EHEC untersucht.
Letzte Änderung am: 06.06.2011, 11.11 Uhr