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Petition für sauberen Strom aus Norwegen
Report Mainz berichtete am 20.9.2010
Norwegen hat das Wasserkraft-Potenzial um den Strom von 60 europäischen Atomkraftwerken zu ersetzen. Mehrere Firmen wollen ein erstes Kabel von Norwegen nach Deutschland verlegen - das Projekt NorGer. So könnte sauberer und billiger Strom (1.400 MW) in beide Richtungen fließen: Überschüssige deutsche Windkraft ließe sich in norwegischen Pumpspeicherkraftwerken speichern und bei Bedarf nach Deutschland zurückholen. Doch den Investoren fehlt eine simple Verordnung um das Seekabel ans deutsche Netz anschließen zu können. Das zuständige Bundeswirtschaftsministerium sieht allerdings "keinen Änderungsbedarf". Der Bundesverband Windenergie sieht NorGer durch die Bundesregierung blockiert.
Nachgefragt am 22.03.2011
Auf Anfragen mehrerer Bundestagsabgeordneter hat das Bundeswirtschaftsministerium geantwortet, dass das umstrittene Thema „Kraftwerks-Netzanschluss-Verordnung (KraftNAV)“ geprüft werde. NorGer erklärt dazu REPORT MAINZ gegenüber: „Wichtig wäre eine Regelung, die auch für mögliche weitere Kabel-Investoren Verlässlichkeit bietet.“ Am 25. Januar legen Bürger die Petition „Energiewirtschaft – ‚Seekabel‘ als Bestandteil alternativer Stromversorgung“ beim Deutschen Bundestag ein. Der Text der Petition lautet: „Der Deutsche Bundestag möge beschließen, das von Norwegen angebotene "Seekabel" als Bestandteil alternativer Stromversorgung in die Kraftwerksnetzanschlussverordnung (KraftNAV) aufzunehmen und den Begriffen „Netz“ und „Kraftwerk“ gleichzustellen. Dieser Strom wird durch Wasserkraft erzeugt und ist zuverlässig abrufbar. Überschüssiger deutscher Strom wird in Norwegen gespeichert und bei Bedarf nach Deutschland zurückgeholt, was den stufenweisen Ausstieg aus der Stromgewinnung mit Kernspaltung bedeutet.“ 19.997 Personen haben die Petition mit unterzeichnet. Seit 17. März befindet sie sich in der Parlamentarischen Prüfung.
Letzte Änderung am: 23.03.2011, 11.15 Uhr