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Drei DWS-Investmentfonds der Deutschen Bank sind mit insgesamt 10,9 Millionen Euro an Firmen beteiligt, denen brutaler Landraub vorgeworfen wird. Das geht aus einer Studie hervor, die REPORT MAINZ exklusiv vorliegt.
Einer davon ist der thailändische Zuckerkonzern KSL. Das Unternehmen kauft in Kambodscha mit fragwürdigen Methoden riesige Landflächen auf. Die Kleinbauern, die dort seit Generationen ihre Felder bewirtschaften, werden teilweise mit brutaler Gewalt vertrieben. Entschädigungen werden ihnen nicht gezahlt. Politiker fordern nun Konsequenzen. Die DWS kündigt eine Prüfung an.
DWS-Fondsmanager haben sich nach Angaben der Unternehmenszentrale in Frankfurt "eingehend mit den Vorwürfen beschäftigt und KSL damit konfrontiert". KSL habe zwar "Schwierigkeiten mit Landrechten" eingeräumt, eine illegale Landnahme aber bestritten. DWS bezweifelt diese KSL-Darstellung und habe deshalb "die Aktien verkauft", so ein DWS-Sprecher.
Die internationale Menschenrechtsorganisation FIAN begrüßte die Entscheidung. Roman Herre, der Agrarreferent bei FIAN fordert nun: "Die DWS muss in Zukunft genauer prüfen, in welche Firmen sie investiert." Die DWS-Investment GmbH kündigte an, "in der Angelegenheit weiterhin im Dialog mit dem Unternehmen und anderen Stakeholdern (zu) bleiben."
Letzte Änderung am: 03.03.2011, 13.37 Uhr