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SENDETERMIN Mo, 21.3.2011 | 22:00 Uhr | Das Erste

Das Geschäft mit seltenen Krankheiten Wie die Pharma-Industrie mit sogenannten Orphan Drugs Kasse macht

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Seit zehn Jahren fördert die EU die Entwicklung von Medikamenten für seltene Krankheiten, die sogenannten Orphan Drugs. Was gut gemeint war, wird jetzt immer öfter von findigen Pharmafirmen ausgenutzt. Eine Masche: Altbekannte und bereits in der Therapie von Patienten mit seltenen Krankheiten bewährte Medikamente werden als Orphan Drugs neu zugelassen. Die Folge sind immense Preissteigerungen, zum Teil von über 1000 Prozent.

Der Gesundheitsökonom Prof. Gerd Gläske kritisiert diesen Trend scharf. Es herrsche regelrecht eine „Goldgräberstimmung“ in der Branche. Die Firmen streben in den Markt der Ophan Drugs. Ein Grund dafür ist eine Ausnahmeregelung im aktuellen Arzneimarktgesetz von Gesundheitsminister Rössler. Ophan Drugs müssen sich keiner Kosten-Nutzenbewertung unterziehen, für diese Medikamente können Pharmafirmen auch in Zukunft noch frei die Preise festlegen. Ein Schlupfloch, das viele Firmen gerne nutzen.