aus der Sendung vom Montag, 21.3.2011 | 22.00 Uhr | Das Erste
Nach der Nuklearkatastrophe von Fukushima kündigt die Bundesregierung an, schneller auf Erneuerbare Energien umzusteigen. Wind- und Solarenergie haben schon jetzt bei der Einspeisung ins Netz gesetzlichen Vorrang vor der Atomenergie. Bei besonders sonnigem und windigem Wetter müssen die Kernkraftwerke gedrosselt werden. Wenn Wind und Sonne nachlassen werden sie wieder hochgefahren. Doch die Reaktoren sind auf Volllast ausgelegt, nicht auf den flexiblen Betrieb.
Nach einer bislang unveröffentlichten Studie des Atomexperten Wolfgang Renneberg führen häufige Lastwechsel zu Materialermüdung, Korrosion und Rissen. Das Sicherheitsrisiko steigt durch das Drosseln und Hochfahren gefährlich an. Wolfgang Renneberg, der bis Ende 2009 die Abteilung Reaktorsicherheit im Bundesumweltministerium leitete, fordert nun von der Bundesregierung zu prüfen, welche neuen Sicherheitsanforderungen sich durch den flexiblen Betrieb der AKW ergeben.
Letzte Änderung am: 15.02.2011, 13.50 Uhr
Kommentare zu diesem Artikel:
Windkraftlobbyist Ahmels als DUH-Sprecher!
Windkraftlobbyist Ahmels als DUH-Sprecher!
(Wattenrat.de) 23.03.2011 , 13:29
In Ihrem Beitrag wird nicht erwähnt, dass der Atom-Kritiker Peter Ahmels (Beruf Landwirt) ein ausgewiesener Windkraftlobbyist ist. Er war vor seiner Tätigkeit bei der Deutschen Umwelthilfe Präsident des Bundesverbandes Windenergie. Die Deutsche Umwelthilfe ist eine Gründung der Naturschutzvetrbände, die Spenden aus der Industrie sammelt und an die Verbände weiterleitet. Ein Geschäftsführer ist Reiner Baake, ehemaligher Staatssekretär im Umweltministerium unter Trittin.
Wolfgang Renneberger ist was?
Wolfgang Renneberger ist was?
(Thomas Spisla) 22.03.2011 , 15:12
Sicher ist Wolfagng Renneberger Experte, aber sicher nicht was Atomsicherheit angeht. Er gehoert doch eher der panikmacherfraktion an, oder war er es nicht von dem folgendes Statement ueberliefert ist: „Es gibt auch an der Nordsee die Gefahr von Tsunamis, ja. Und zwar deshalb, - nicht, weil es da Erdbeben gibt -, sondern weil es in Schottland und in Norwegen gefährdete Fjorde und Felsabhänge gibt, wo man festgestellt hat, dass über kurz oder lang ganze Berge in die No...rdsee rutschen. Da können Wellen entstehen von dreißig Meter Höhe."
gegen AKWs !!!
gegen AKWs !!!
(Antonietta) 22.03.2011 , 13:51
Atomkraft muss ein Auslaufmodell bleiben. Sonne, Wind und Wasser plus Energieeffizienz und Einsparung gehören die Zukunft!
Falschbericht
Falschbericht
(josef+1) 22.03.2011 , 09:12
Ich bin nicht ein befürworter der Kernenergie. Aber Berichte, die in der Öffentlichkeit z.Z. hart diskutiert werden, so falsch und unvollständig recheriert werden, dürfen nicht unkommentiert bleiben. Gerade ein Druckwasserreaktor hat im Bereich von 30%-100% eine konstante mitt. Kühlmitteltemperatur von 308,0 C und einen konstanten Kühlmitteldruck von 157,0 bar. Nur in Bereiche von 0% bis 30% ist die mittl. Kühmitteltemp. abfallend auf 296 C. Sogar von den AKW Betreibern wird immmer wieder gesagt, das man die AKW im Bereich von 30-100% sehr gut regeln kann. Dies entspricht ca. 1000MW Leistung, die man mit einen großen Gradienten, schnell regeln kann, ohne große Materialbelastungen. Dem gegenüber haben Gaskraftwerke nur eine Leistung von ca. 500MW die man dann von 0-100% regeln kann. Ich würde Sie bitten diese in meinen Augen Falschmeldung (hoffe nicht eine Lüge dahinter) zu korrigieren