aus der Sendung vom Montag, 21.3.2011 | 22.00 Uhr | Das Erste
In der EU war man sich einig, dass die Konten des Ex-Diktators Mubarak schnell gesperrt werden müssen, um den Ägyptern die Milliarden aus Korruption und Vetternwirtschaft zurückgeben zu können. Doch auch fünf Wochen nach Mubaraks Rücktritt sind die Konten noch nicht eingefroren. Das Vermögen dürfte längst abgezogen sein, wie Experten befürchten.
Auch in den Fällen von Tunesiens Ex-Präsident Ben Ali und Libyens Herrscher Gaddafi vergingen Wochen, bis die Sperren der EU griffen. Dabei hat die Schweiz gezeigt, dass es auch schneller geht. Eine halbe Stunde nach Mubaraks Rücktritt waren dessen Konten gesperrt. Die Bundespräsidentin mahnt jetzt schnelleres Handeln der EU an. Experten kritisieren das zögerliche Vorgehen.
REPORT MAINZ fragt Professor Mark Pieth
Er ist Präsident beim Basel Institute on Governance. Der Anti-Korruptionskämpfer hat schon für viele Regierungen Vermögen von Ex-Diktatoren zurückgeholt.
REPORT MAINZ fragt Micheline Calmy-Rey
Mubaraks Konten schnell zu sperren, dafür hat sie sich persönlich eingesetzt. Denn: Sie möchte kein illegales Geld von Diktatoren auf Schweizer Konten
Letzte Änderung am: 15.02.2011, 13.50 Uhr