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Siegfried Müller vermisst im Übernahmekampf die Unterstützung der IG Bau
Mitten in der Übernahmeschlacht um Hochtief geht ein Riss durch das Arbeitnehmerlager. Während Mitarbeiter und Betriebsrat gegen den aggressiven spanischen Investor ACS kämpfen und um ihre Arbeitsplätze fürchten, hält sich IG-Bau-Chef Klaus Wiesehügel mit Kritik an dem Konzern zurück. Er nimmt sogar Verhandlungen mit den ACS-Bossen auf und präsentiert nach einigen Wochen einen knappen Vertrag. Damit seien die Arbeitsplätze erst einmal gesichert.
Doch Fachjuristen halten das Papier für wachsweich. Der Gewerkschaftsboss konnte allerdings einige Privilegien durchsetzen. So darf künftig der Arbeitsdirektor nicht mehr ohne Zustimmung der Gewerkschaft vorgeschlagen werden. Der Hochtief-Konzernbetriebsratsvorsitzende Siegfried Müller, Betriebsräte und Mitarbeiter kritisieren das Vorgehen der IG-Bau scharf.
Der Konzernbetriebsratschef von Hochtief, Siegfried Müller, ist jetzt von seinem Amt zurückgetreten. Vor zwei Wochen hatte Wiesehügel auf einer Pressekonferenz mitgeteilt, "Missverständnisse" zwischen ihm und Müller seien ausgeräumt. Kurz nach der Veranstaltung erneuerte der ehemalige Konzernbetriebsratschef seine Kritik gegenüber dem ARD-Politikmagazin REPORT MAINZ. Laut Süddeutscher Zeitung habe der Betriebsratschef nach Ausstrahlung der Sendung "auch hausintern Gegenwind gespürt".
Letzte Änderung am: 19.08.2010, 16.29 Uhr