aus der Sendung vom Montag, 22.11.2010 | 21.45 Uhr | Das Erste
Wer heute eine Daunendecken in Bettengeschäften kauft, wird vom Verkäufer fast immer ein Versprechen hören: In den Decken sind nur Daunen von geschlachteten Tieren. Lebendrupf lehnen wir ab. Tatsächlich verlassen sich Bettengeschäfte und Versandhäuser dabei vor allem auf die Garantien der Hersteller von Daunendecken. Doch der Fall Böhmerwald zeigt, dass solche Garantien offenbar wenig Wert sind. Nach Recherchen von REPORT MAINZ soll die Firma wissentlich Daunen von lebend gerupften Tieren nach Deutschland eingeführt und an Versandhäuser wie Otto verkauft haben. Tierschützer sind überzeugt, dass es kein Einzelfall ist.
Letzte Änderung am: 12.11.2010, 23.13 Uhr
Kommentare zu diesem Artikel:
keine Daunen kaufen !!!
keine Daunen kaufen !!!
(Antonietta) 23.11.2010 , 12:44
Beim Lebendrupf in der gewerblich bis industriell betriebenen Vogelzucht wird – u. a. auf Grund teils enormer Bestandsgrößen von hunderttausenden Tieren – kaum auf individuelle Mauserfortschritte der Vögel Rücksicht genommen, und in der Regel gering entlohnte Akkordarbeit (hoher Zeitdruck) führt zu stark erhöhtem Stress sowie zu nicht tiergerechten Rupfvorgängen. Das Rupfen – insbesondere bei Gänsen auch in Kombination mit Masthaltung – führt nach Angaben von Tierschutzorganisationen häufig dazu, dass die Vögel unnötig leiden; Knochenbrüche und andere Verletzungen bei dieser Art der Daunengewinnung sind keine Seltenheit. Daher steht der Lebendrupf immer wieder in der Kritik von Tierschutzorganisationen.