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21.45 Uhr, DasErste

REPORT MAINZ vom 17.04.2012

REPORT MAINZ,  17.4.2012 | 27:17 min

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Nachgefragt Lafontaines Chaostruppe

Intrigen und Grabenkämpfe in der Partei Die Linke

REPORT MAINZ berichtete am 08.09.2008:

Die Partei Die Linke gibt sich nach außen gern geschlossen und einig - als vehemente Vorkämpferin für die „kleinen Leute“. Doch wie sieht es hinter den Kulissen tatsächlich aus? Wir fanden heraus: An der Basis brodelt es. Intrigen, Mobbing und Grabenkämpfe, schildern Genossen und ehemalige langjährige Mitglieder der Partei. Drei Beispiele aus Schleswig-Holstein, Rheinland-Pfalz und Bayern verdeutlichen, dass es der Linken vielerorts weniger um Inhalte als um Posten und Macht geht.

Nachgefragt am 14.09.2008:

REPORT MAINZ ist die nicht öffentliche, offensichtlich parteiinterne Reaktion der Linken aus Rheinland-Pfalz zugespielt worden. In dem zweiseitigen „Brand-Brief“, verfasst vom Landespressesprecher, Jochen Bülow, einen Tag nach der REPORT MAINZ-Sendung, ist u.a. die Rede vom „Rufmord allerübelster Sorte, verübt von dem ach so sehr um die Partei besorgten Genossen Wolfram Sondermann.“ Wolfram Sondermann hatte sich in der Sendung kritisch über die Linke in Rheinland-Pfalz geäußert und gesagt: „Die Landespartei ist tief gespalten.“ Außerdem wird in dem Brief die öffentliche Diskussion parteiinterner Probleme grundsätzlich abgelehnt. Vom „Einfallstor für den Journalisten“ ist die Rede und das „dilletantische Verhalten“ der Kritiker wird gerügt. Wörtlich heißt es: „Jeder, der den Medien Munition liefert, muss sich sehr genau überlegen, ob er tatsächlich seinem eigenen Anliegen und denen unserer Partei dient… Jede/r muss wissen, dass wir von dort wenig Unterstützung zu erwarten haben.“

Die Linke in Rheinland-Pfalz hat eine Stellungnahme zu dieser partei-internen Mail verweigert. Außerdem enthält der in durchgehender Kleinschreibung verfasste Brandbrief eine Falschdarstellung: Es wird behauptet, „dass der Journalist in seinem Schlusssatz von Zuständen wie in einer "Sekte" spricht...“ Von einer Sekte hat im REPORT MAINZ-Film allerdings nicht der Journalist gesprochen, sondern eine langjährige Genossin aus Bayern, die zeitweilig sogar im dortigen Landesvorstand saß und erst vor wenigen Wochen die Partei verlassen hat.

Letzte Änderung am: 16.09.2008, 12.06 Uhr

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