aus der Sendung vom Montag, 26.5.2008 | 21.45 Uhr | Das Erste
Der SPD-Vorsitzende kann in bestimmten Situationen sehr plastisch formulieren. Wenn ihm etwas nicht passt, so wird kolportiert, spricht er schon mal von einem Scheiß, der nicht mehr rückgängig zu machen ist. Gedanken zu Becks Scheiß in Lisas Welt.
Bericht:
Der Kurt Beck ist sauer auf die Heidi, weil die den Dalai Lama getroffen hat und er nix davon wusste. Und als es dann alle wussten, war der Scheiß nicht mehr rückgängig zu machen.
Auf die Gesine ist der Beck auch sauer, weil die schon wieder Bundespräsidentin werden will. Der Beck wollte aber nicht, dass die Gesine von den Linken gewählt wird. Doch jetzt ist auch der Scheiß nicht mehr rückgängig zu machen.
Genauso wenig wie der Scheiß mit der Ypsilanti und den Linken in Hessen. Auf die Grünen ist der Beck schon lange sauer, weil die in Hamburg jetzt mit den Schwarzen zusammen sind. Den Scheiß kann er auch nicht mehr rückgängig machen.
Und die Wähler, auf die ist Beck sowieso sauer, weil die ihn nicht als Kanzler wollen. Dabei weiß er selbst nicht mal, ob er denn wollen soll. Wo ihn doch keiner will. Den Scheiß mit der Diätenerhöhung hat jetzt der Struck rückgängig gemacht.
Der Beck findet es gut, ist aber trotzdem sauer. Weil er’s nicht war, der den Scheiß rückgängig gemacht hat. Und er jetzt den Scheiß, dass es der Struck und nicht er war, nicht mehr rückgängig machen kann. In der SPD sind jetzt alle sauer, weil der ganze Scheiß nicht mehr rückgängig gemacht werden kann. Oder etwa doch?
In Hamburg jetzt Caren Miosga. Frau Miosga, bei den Tagesthemen spielt doch sicher der Schwanengesang der SPD auch eine Rolle, oder?
O-Ton, Caren Miosga:
»Ja, Fritz Frey, dafür das Kurt Beck genügend Gründe hätte sauer zu sein, hat er heute einen sehr gelassenen und siegessicheren Eindruck gemacht, als er Gesine Schwan offiziell ins Rennen schickte. Chancen auf das Bundespräsidentenamt hat Frau Schwan allerdings nur mit den Stimmen der Linken. Deshalb frage ich gleich in den Tagesthemen den SPD-Vorsitzenden, wie er es denn nun halten will, zukünftig mit den Linken im Bund.«
Frage: Was gibt es noch?
O-Ton, Caren Miosga:
»Zum Beispiel den Bespitzelungsskandal bei der Telekom. Dort sollen mindestens ein Jahr lang Telefondaten ausspioniert worden sein. Das alles in den Tagesthemen. Jetzt.«
O-Ton, Fritz Frey:
Danke nach Hamburg. Wir von REPORT MAINZ sagen Tschüss und gehen jetzt Tagesthemen schauen. Und das machen Sie hoffentlich auch.
Letzte Änderung am: 26.05.2008, 11.12 Uhr