aus der Sendung vom Montag, 27.8.2007 | 21.45 Uhr | Das Erste

Jetzt ist sie wieder in aller Munde, die Frage, ob ein Verbot der NPD der richtige Weg sei, mit dieser Partei umzugehen. Befeuert wird die Debatte natürlich auch von den ausländerfeindlichen Angriffen im Osten, aber eben nicht nur da.
Und, wen wundert es, auf einmal gibt es überall Experten in Sachen Rechtsextremismus. Das ist auch unserer Stammkommentatorin Lisa aufgefallen.
Bericht:
In Merseberg war ein richtig prima Klima. Alle waren sich einig. Wie langweilig! Was ein Glück, dass man sich wenigstens über den Rechtsextremismus streiten kann. Weil da ist ja jeder ein Experte.
Der Bürgermeister von Mügeln ist zwar nicht so lange Rechtsextremismus-Experte, aber der weiß auch so, dass es bei ihm keinen Rechtsextremismus gibt.
Der Rechtsextremismus-Experte Gabriel sagt, es gibt überall Rechtsextremismus. Als Umweltminister kennt er sich schließlich aus mit braunem Dreck.
Dann fiel dem Tiefensee plötzlich ein, dass er der Rechtsextremismus-Experte ist. Weil er ja auch für den Aufbau Ost zuständig ist. Und deshalb meint der Tiefensee, dass die von der Leyen keine Ahnung vom Rechtsextremismus hat, obwohl die doch für den Rechtsextremismus zuständig ist.
Der Rechtsextremismus-Experte Bosbach findet das schäbig und will lieber auf den Rechtsextremismus-Experten Tiefensee verzichten.
Rechtsextremismus-Experte Wiefelspütz sagt, der Rechtsextremismus-Experte Schily hätte den Rechtsextremismus besser im Griff gehabt.
Der Rechtsextremismus-Experte Beck will jetzt die NPD verbieten. Das hatte der Rechtsextremismus-Experte Schily auch schon mal probiert. Aber da hatte er den Rechtsextremismus wohl doch nicht so gut im Griff.
Und da gibt es ja noch den Udo Voigt. Der ist von der NPD und kennt das alles schon.
Erst hauen die Braunen kräftig drauf. Dann regen sich alle darüber auf. Und dann geht alles seinen Lauf. Bis zum nächsten Dorffest.
Abmoderation Fritz Frey:
Lisas Welt zum Runterladen und weitere Informationen zu den Themen unserer Sendung übrigens auf reportmainz.de Ich sage Tschüss, bis in drei Wochen. Und Caren Miosga mit den Tagesthemen sollten Sie auch nicht verpassen.
Letzte Änderung am: 28.08.2007, 16.21 Uhr