SENDETERMIN Di, 15.1.2013 | 21.45 Uhr

In Deutschland Hui – im Ausland Pfui

Unterdrückt die deutsche Post weltweit Arbeitnehmerrechte?

Die internationalen Gewerkschaftsverbände „Uni Global Union“ und „Internationale Transportarbeiter-Föderation“ haben sich bei der Bundesregierung über „Deutsche Post DHL“ beschwert. Das multinationale Unternehmen verstoße gegen OECD-Leitsätze, die verantwortungsvolles unternehmerisches Handeln garantieren sollen. Hintergrund der Beschwerde ist der Umgang des Unternehmens mit Mitarbeitern in Auslandsfilialen. So sollen zum Beispiel  in der Türkei Mitarbeiter entlassen worden sein, weil sie sich gewerkschaftlich organisieren wollten. Viele ehemalige DHL-Mitarbeiter klagen jetzt vor einem türkischen Arbeitsgericht. In acht Fällen konnten sich die Betroffenen erfolgreich wehren. Ihre Kündigungen wurden für unwirksam erklärt. Deutsche Post DHL sagte auf Anfrage von REPORT MAINZ, dass die Entlassungen der Mitarbeiter  wegen Fehlverhaltens oder der Verletzung von arbeitsvertraglichen Verpflichtungen erfolgt seien.

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05:54 min | Di, 15.1.2013 | 21.45 Uhr | Das Erste

Auch in anderen Ländern weltweit sehen die internationalen Gewerkschaften Probleme mit  Deutsche Post DHL, wie zum Beispiel in Indonesien, Südafrika, USA, Panama, Hongkong, Guatemala, Kolumbien, Malawi und Vietnam. Deutsche Post DHL spricht dagegen nur von Einzelfällen. Von einer systematischen Missachtung von Arbeitnehmer- und Gewerkschaftsrechten könne nicht die Rede sein. In Deutschland arbeitet der Konzern eng und geräuschlos mit den Gewerkschaften zusammen.

Stand: 15.01.2013, 15.03 Uhr

aus der Sendung vom

Di, 15.1.2013 | 21.45 Uhr

Bericht

Autoren:
Daniel Hechler, Gottlob Schober

Kamera:
Carlos Duarte, Ralph Bemann, Thomas Schäfer

Schnitt:
Steffen Steup

Sprecher:
Gottlob Schober