Ein Film von Barrie Gavin
Sendung vom Sonntag, 21.3.2010 | 10.00 Uhr | SWR Fernsehen
Am 26. März 2010 feiert eine der bedeutendsten kulturellen Persönlichkeiten der Gegenwart seinen 85. Geburtstag: PIERRE BOULEZ.
Als Komponist, Dirigent, Musikphilosoph und Lehrer sowie Gründer von IRCAM Paris hat Pierre Boulez die Zeitgenössische Musik nachhaltig geprägt und einen starken Impuls für ihre zukünftige Entwicklung gesetzt. Auch mit 80 Jahren ist Boulez noch immer fasziniert von den Möglichkeiten der modernen Technik und ihren Einsatz in der Wiedergabe kompositorischer Werke.
"Neues Material verlangt Neue Musik", behauptet er, oder umgekehrt: "Neue Musik verlangt neues Material". Er verabscheut das Traditionelle, das vergangenen Zeiten nachtrauert und die Zukunft als bloßen Alptraum empfindet. "Ich suche und suche," sagt er im Film, "manchmal finde ich nichts, aber die Suche muss weiter gehen.Die Alternative wäre tödliche Routine."
Das Porträt folgt dem Komponisten durch das Labyrinth von Gegenwart und Vergangenheit. Eine Gegenwart, in welcher der Komponist, mit über 80 Jahren genauso aktiv und energisch wie immer, zurückblicken kann auf eine reiche Vergangenheit. Das Filmteam folgt ihm nach Paris, zu den Festivals von Bayreuth und Luzern und zu einer Plattenaufnahme nach Berlin.
In einem in Bayreuth aufgezeichneten Interview spricht er über seine künstlerische Entwicklung und die Zukunft der Neuen Musik. Die Kamera begleitet ihn zu Auftritten mit dem Ensemble Intercontemporain in Paris, den Berliner Philharmonikern, dem Orchester der Festival Akademie Luzern, dem SWR Sinfonieorchester Baden-Baden und Freiburg sowie dem Bayreuther Festspielorchester.
Zu hören sind Auszüge aus "Notations", "Figures - Doubles - Prismes", "Le Marteau sans Maitre" und "Explosante - fixe". Als besonderen Höhepunkt zeigt der Film den Künstler als Dirigent von Wagners " Parsifal " im Orchestergraben von Bayreuth.
Letzte Änderung am: 25.02.2010, 14.57 Uhr
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