Seite vorlesen:
Erster Ständiger Gastdirigent des SWR Sinfonieorchesters

Teodor Currentzis, geboren 1972 in Athen, studierte zunächst in seiner Heimatstadt, anschließend in St. Petersburg bei Ilya Musin, zu dessen Schülern u.a. Valery Geergiev und Tugan Sokiev gehören. Von 2003 bis 2010 war er Generalmusikdirektor der Staatlichen Oper und des Ballett-Theaters in Novosibirsk, dort gründete er auch das auf Alte Musik spezialisierte Musica Aeterna Ensemble und die New Siberian Singers, die er ebenfalls leitet. Seine Leidenschaft für Alte Musik und sein Interesse an zeitgenössischen Kompositionen führt der Dirigent im Territoria Modern Art Festival zusammen, das auf seine Initiative jährlich in Moskau stattfindet.
Seit dieser Saison ist Teodor Currentzis Künstlerischer Leiter der Staatsoper und des Balletttheaters Perm (Ural). Er hat inzwischen die wichtigsten russischen Orchester dirigiert und ist Ständiger Gastdirigent des Russian National Orchestra.
Debuts beim NDR Sinfonieorchester Hamburg, dem WDR Sinfonieorchester Köln, dem hr-Sinfonieorchester Frankfurt, bei den Münchner Philharmonikern, dem Mahler Chamber Orchestra, dem Ensemble Intercontemporain, der Deutschen Kammerphilharmonie und dem Orchestre Philharmonique de Radio France haben vor Kurzem stattgefunden oder sind für die nähere Zukunft gepant.
Mit seiner Arbeit in Nowosibirsk hat sich Teodor Currentzis sehr schnell an den großen Opernhäusern Europas ins Gespräch gebracht. Nach seinem erfolgreichen Debüt an der Pariser Oper im Jahr 2008 dirigierte er dort 2009 eine Neuinszenierung von Verdis Macbeth, Bergs Wozzeck am Bolschoi-Theater in Moskau und bei den Bregenzer Festspielen The Passenger von Mieczyslaw Weinberg Demnächst wird er Debuts an den Opernhäusern in Zürich und Madrid geben. In Baden-Baden leitete er Bizets Carmen, eine konzertante Aufführung von Purcells Dido and Aeneas und Mozarts Così fan tutte.
Im April 2007 wurde die Produktion des Balletts Cinderella im Opernhaus Nowosibirsk mit dem wichtigen russischen Theaterpreis "Goldene Maske" ausgezeichnet. Teodor Currentzis gewann den Spezialpreis der Jury für seine "brillante Interpretation der Partitur Prokofjews".
Eine Einspielung von Dido und Aenaeas mit Deborah Yorke und Simone Kermes liegt vor, außerdem die 14. Sinfonie von Schostakowitsch und das Requiem von W. A. Mozart.
Quelle: SWR Orchester & Ensembles
Letzte Änderung am: 14.12.2011, 16.06 Uhr