Navigation

Volltextsuche

Seite vorlesen:

Dirigenten des Radio-Sinfonieorchesters Stuttgart Georges Prêtre

Ehrendirigent

Georges Prêtre

Georges Prêtre

Georges Prêtre wurde im nordfranzösischen Douai geboren und absolvierte sein Musikstudium am Pariser Konservatorium. 1946 debütierte er mit 22 Jahren an der Oper in Marseille. 1956 wechselte er zur Opéra Comique in Paris, wo er sich ein großes Repertoire erarbeitete. Bis 1963 war er Chefdirigent der Pariser Oper und dirigierte gleichzeitig mehrere Spielzeiten an der Metropolitan Oper in New York. In diesen Jahren fand auch seine Zusammenarbeit mit der Mailänder Scala und den großen amerikanischen Orchestern statt.

1966 wurde er zum Musikdirektor der Pariser Oper ernannt. Im Konzertbereich dirigierte er die Wiener und die Berliner Philharmoniker sowie die Londoner Orchester. 1986 wurde er für eine Fünfjahresperiode zum Ersten Gastdirigenten der Wiener Symphoniker gewählt. Neben einer regen Konzerttätigkeit in Wien unternahm er mit diesem Orchester internationale Konzertreisen (Europa, Japan, USA). Die Wiener Symphoniker haben Georges Prêtre zu ihrem Ehrendirigenten auf Lebenszeit ernannt und ihm den Bruckner-Ring verliehen.

Im Juli 1989 stand Georges Prêtre der Eröffnung der Opéra Bastille in Paris vor. Seit 1996 ist Prêtre dem Radio-Sinfonieorchester Stuttgart des SWR eng verbunden. Er ist Ehrendirigent des RSO Stuttgart und hat es in zahlreichen Konzerten geleitet, u. a. bei der Jubiläums-Tournee zum 50jährigen Bestehen des Radio-Sinfonieorchesters Stuttgart im Herbst 1998. Einige der Konzert sind als produzierte Live-Mitschnitte auf dem Label "faszination musik" erschienen (Werke von Richard Strauss, Georges Bizet, Claude Debussy und Maurice Ravel). Besondere Erwähnung verdient auch die Einspielung der Oper "Capriccio" von Richard Strauss für das Label "Forlane", die Georges Prêtre mit dem Radio-Sinfonieorchester Stuttgart des SWR mit namhaften Solisten (u. a. Felicity Lott) aufgenommen hat.

Im Jahre 1999 dirigierte Prêtre mehrere Konzerte zum 100. Geburtstag von Francis Poulenc. Aus Anlass des 100. Todestages von Giuseppe Verdi leitete er 2001 mehrere Aufführungen von dessen Requiem. Im selben Jahr erlebte er eine triumphale Rückkehr an die Mailänder Scala mit einer Neuproduktion von Turandot. Seit 2002 arbeitet er regelmäßig mit der Sächsischen Staatskapelle Dresden zusammen.

2004, im Jahr seines 80. Geburtstages, kehrt Georges Prêtre zu seinen bevorzugten europäischen Orchestern zurück: Santa Cecilia di Roma, Maggio Musicale Fiorentino, Orchestra del Teatro alla Scala di Milano, Orchestra del Teatro La Fenice di Venezia, Wiener Symphoniker, Wiener Philharmoniker, Radio-Sinfonieorchester Stuttgart des SWR, NDR-Sinfonieorchester Hamburg, Staatskapelle Dresden sowie zu seinen französischen Lieblingsorchestern: Orchestre National de France, Orchestre de l´Opéra National de Paris, Orchestre National du Capitole de Toulouse.

Georges Prêtre ist einer der wenigen französischen Künstler, die sowohl in der Heimat als auch im Ausland die höchsten Ehrungen erhalten haben. So wurde er 2004 Kommandeur der französischen Ehrenlegion und Ehrenmitglied der Gesellschaft der Musikfreunde in Wien. Aus Anlass seines 80. Geburtstages wurde ihm das Österreichische Ehrenkreuz für Wissenschaft und Kunst 1. Klasse verliehen.

Letzte Änderung am: 20.04.2010, 10.50 Uhr

Newsletter Teaser Aktuelle Informationen per E-Mail RSO-Newsletter

Der Newsletter wird zu aktuellen Anlässen an die E-Mail-Abonnenten verschickt. Dieser Service ist kostenlos. [mehr zu: RSO-Newsletter]