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Neue Musik Komponisten-Lexikon

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Festival Neue Musik attacca und ECLAT

13. November 2010 bis 13. Februar 2011

Frontansicht eines erleuchteten Gebäudes in der Abenddämmerung

Theaterhaus Stuttgart

attacca
Konzertreihe der Neuen Musik in Stuttgart mit dem Radio-Sinfonieorchester Stuttgart des SWR im Theaterhaus Stuttgart

Die Reihe »attacca« wird wie im letzten Jahr an einem Tag in dichter Folge drei Veranstaltungen präsentieren, die vom Musikfilm über das Chor-/Kammerkonzert zum Orchesterkonzert führen.
In allen drei Veranstaltungen geht es um den Gesang, um das Singen der menschlichen Stimme, um das Singen eines Vokalkollektivs und um den reinen Orchestergesang. Leitmotivisch durchziehen die Konzerte das konfessionsbefreite Erinnern an den Verlust und die Unmöglichkeit, Trauer zu konservieren. Anders benannt: Licht im Halbdunkel, Jubel unter Verschluss.

Samstag, 13.11.2010

"attacca 1" 15 Uhr
Musik, Film und Gespräch
Wolfgang Rihm »von weit« für Violoncello und Klavier
Luigi Nono: Prometeo
Ein Film von Norbert Beilharz
»... nicht so nahe wie möglich ...«
Jörg Widmann und Hans-Peter Jahn im Gespräch mit Norbert Beilharz
aus: »Rosamunde«
Romantisches Schauspiel von Helmina von Chézy,
Musik von Franz Schubert
als Film von Norbert Beilharz

"attacca 2" 18 Uhr
Chor -/Kammerkonzert
Misato Mochizuki Neues Werk für Chor a cappella (UA)
Franz Schubert Sonate für Arpeggione und Klavier a-Moll D 821
Tobias PM Schneid Neues Werk für Chor a cappella (UA)
Nicolas Altstaedt, Violoncello
Henri Sigfridsson, Klavier
SWR Vokalensemble Stuttgart
Dirigent: Marcus Creed

"attacca 3" 20 Uhr
Orchesterkonzert
György Kurtág »Stele« für großes Orchester
Luciano Berio Les mots sont allés ... (»rezitativo« pour cello seul)
Johannes Kalitzke »Monumente im Halbdunkel« für Orchester (UA)
Jörg Widmann Messe für großes Orchester
Nicolas Altstaedt, Violoncello
Radio-Sinfonieorchester Stuttgart des SWR
Dirigent: Johannes Kalitzke


attacca in ECLAT
Theaterhaus Stuttgart, T1

Das Festival ECLAT in Stuttgart ist eine der profiliertesten und experimentierfreudigsten Plattformen für Neue Musik in Deutschland.





Sonntag, 13.02.2011

16 Uhr
Arbeit und Freizeit (3) – Die glückliche Hand
Doku-Film Raum Oper mit Arnold Schönbergs »Die glückliche Hand«, Drama mit Musik op. 18 für Bariton, Chor und Orchester
Ein Projekt von Daniel Kötter / labor für musik:theater berlin
mit 12 Protagonisten aus verschiedenen Städten aus den Bereichen Industrie, Kultur und Wirtschaft (UA)
Künstlerische Leitung/Video: Daniel Kötter
Raum: Rebecca Ringst
Produktionsleitung: Hendrik Unger
Dietrich Henschel, Bariton
Mitglieder des SWR Vokalensembles Stuttgart
Radio-Sinfonieorchester Stuttgart des SWR
Dirigent: Peter Rundel

18 Uhr
Matthias Schneider-Hollek »betting on the muse« für 3 Laptops,
Blechblasinstrumente und Orchester (UA)
Lucca Francesconi Neues Werk für sechs Stimmen (UA)

19 Uhr
Mike Svoboda Music for Trombone and Orchestra (UA)

20 Uhr
Jörg Widmann Chor für Orchester
Mark Kysela, M. Koch und Matthias Schneider, Laptop
Klaus Burger, Blechblasinstrumente
Mike Svoboda, Posaune
Neue Vocalsolisten
Radio-Sinfonieorchester Stuttgart des SWR
Dirigent: Peter Rundel

ECLAT will ein Forum sein für die ganz junge Generation mit Aufführungsmöglichkeiten und Förderung.


attacca
will - wie das Wort sagt - "Anschluss" sein an die Siedepunkte der Gegenwart, dort, wo Kunst aus der Rolle des Gewohnten fällt und Musik "Attacke" wird, also "Einfall" in die Gebiete des gesellschaftlich Selbstverständlichen.

attacca
Geistesgegenwart.Musik meint den unmittelbaren Zusammenprall von Kammermusik und dem Diskurs zwischen Persönlichkeiten auf den Gebieten der Politik, Wirtschaft und Kunst. Die Konfrontation von orchestraler oder vokaler Musik der Jetztzeit. "JetztMusik" ist kompromisslos mit Uraufführungen von Werken junger Komponisten. "JetztMusik" ist verletzlich, verstörend und steht unabgesichert neben Meisterwerken der Musikgeschichte.

attacca
will die Ghettoisierung neuer Kunst aufbrechen. Musik hat dabei nicht allein etwas über Musik zu sagen. Ihr "Sprechen" spricht über die Klanggrenzen hinweg, spricht zum Diskurs zwischen drei unterschiedlich geprägten Persönlichkeiten mit unterschiedlicher Fachkompetenz, und dieser Diskurs spricht beim "Sprechen" über die Komplexität gegenwärtigen All-Tags, spricht also zugleich auch über Musik und Kunst.


Letzte Änderung am: 08.02.2010, 10.09 Uhr

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