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Zahncremes im Test  Ohne Fluorid ist Zahnpasta nur mangelhaft

Früher glaubten die Menschen, es gäbe Zahnwürmer, die die Zähne von innen auffressen. Heute wissen wir: Gegen Löcher in den Zähnen hilft nur zweimal täglich Zähneputzen – natürlich mit Zahnpasta. Die Stiftung Warentest hat nun zwanzig Zahncremes unter die Lupe genommen.

Frau beim Zähne putzen

Fünfmal sehr gut, zwölfmal gut und dreimal mangelhaft – so lautet das Ergebnis der Stiftung Warentest. Besonders wichtig war den Testern, ob in der Zahnpasta genügend Fluorid ist, denn nur das hilft gegen die gefürchtete Karies. Drei Zahncremes verzichten ganz auf Fluorid, bieten also nur mangelhaften Schutz vor Karies. Darum gab es das Gesamturteil "mangelhaft" für die Marken "Ajona", "Lavera Neutral" und "Sante Dental med".

Eine Handvoll strahlender Sieger

Insgesamt fünf Zahncremes schnitten beim Test mit einem "sehr gut" ab: "Lidl Dentalux", "Colgate Total", "Elmex", "Meridol" und "Rossmann Perlodent". Interessant sind dabei vor allem die Preisunterschiede: Eine Jahresration der günstigen Zahnpasta von Lidl oder Rossmann kostet rund 2,40 Euro. Für den Preis bekommt man nicht einmal eine Tube "Elmex" oder "Meriodol".

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Wo rohe Kräfte sinnlos walten

Die Wahl der richtigen Zahnpasta ist das eine – das andere ist die richtige Putztechnik. Laut Testredakteurin Heike Diekmann-Gerke ist das auch eine Frage der Kraft: "Man muss darauf achten, dass die Kraft die man ausübt nicht zu stark ist. Man soll nicht auf den Zähnen herum schrubben. Und auch nicht zu stark aufdrücken, das ist glaub ich auch häufig ein Problem von Männern." Die Folge: Wer mit allzu viel Schmackes zur Sache geht, beschädigt Zahnschmelz und Zahnbein. Wer den richtigen Druck üben will, presst mal die Zahnbürste auf eine Küchenwaage – zeigt diese 150 Gramm, ist der Druck ideal.

Sabine Gronau; Onlinefassung: Stephan Braig

Letzte Änderung am: 19.02.2013, 10.55 Uhr

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