Sendung vom Donnerstag, 25.9.2008 | 22.00 Uhr | SWR Fernsehen
Die deutsche Solarindustrie boomt. Jeder Hauseigentümer, der sich eine Solaranlage aufs Dach setzt, erhält rund 47 Cent pro Kilowatt-Stunde Strom – und das 20 Jahre lang garantiert. Wie teuer diese Förderpolitik ist, wird derzeit gerade angeprangert, denn die zusätzlichen Kosten für den Solarstrom bezahlt nicht der Staat, sondern jeder Stromkunde über seine monatliche Rechnung. Allein die bis 2007 installierten Module belasten die Verbraucher in den nächsten 20 Jahren mit 26,5 Milliarden Euro. Hinzu kommt: Arbeitsplätze schafft die deutsche Solarindustrie überwiegend im Ausland. Dort werden die Module kostengünstig erzeugt und in Deutschland teuer verkauft.
Was bei dieser Diskussion allerdings gerne vergessen wird: die herkömmliche Stromerzeugung wird immer weniger bezahlbar. Während die Kosten aus dem Erneuerbare-Energien-Gesetz bei jährlich 24 Euro pro Haushalt liegen, stiegen die Strombezugskosten allein in diesem Jahr um durchschnittlich 70 Euro. Odysso fragt nach, ob die Aufregung über die Solarstrom-Förderung gerechtfertigt ist, oder ob es doch gute Gründe für die Beibehaltung der Solarstrom-Förderung gibt.
Letzte Änderung am: 25.09.2008, 17.17 Uhr