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Fernsehen im SWR

Der mobile Mensch - Die ARD-Themenwoche Fluch der Mobilität

Sendung vom Donnerstag, 26.5.2011 | 22.00 Uhr | SWR Fernsehen

Pendler trifft man bevorzugt morgens in den Staus der Städte oder auf Bahnsteigen, wenn sie mit gehetzten Gesichtern aus Straßenbahnen und Regionalzügen strömen. Montags und freitags sind sie auf ICE-Bahnhöfen und Flughäfen an ihren Rollköfferchen leicht als Wochenendpendler zu erkennen.

Etwa 1.5 Millionen Berufstätige pendeln in Deutschland mindestens drei Mal pro Woche über eine Stunde lang zum Arbeitsplatz und zählen damit zur Gruppe der Fernpendler. Dieses Leben ist unökologisch, ungesund und schlecht für Familie und Partnerschaft, so das Ergebnis einer groß angelegten Mobilitätsstudie. Trotzdem ist die Akzeptanz, mobil zu sein, in den letzten Jahren deutlich gestiegen. Ein alarmierendes Ergebnis, denn fast 70 Prozent aller Mobilen klagen über die gesundheitlichen und psychosozialen Belastungen der permanenten Pendelei. Odysso fragt nach, warum viele dieses Leben auf sich nehmen und nicht lieber einfach umziehen.

Mobilität macht krank? Steffen Häfner vor einem Kleiderständer

Das Pendeln gehört für viele Berufstätige zum Arbeitsalltag. Diese Flexibilität wird heutzutage erwartet. Unter der permanenten Pendelei leidet nicht nur die Umwelt durch Lärm und Abgase, sondern auch der Mensch! Das Pendeln hat Folgen für die Gesundheit. [mehr zu: Mobilität macht krank?]

Wie mobil ist Deutschland? Mit Playmobil-Figuren und -Autos dargestellter Stau mit Bausteller verschiedener Verkehrsteilnehmer

Die Deutschen sind viel unterwegs. 3,2 Milliarden Kilometer legen sie täglich zurück. Am liebsten mit einem der 45 Millionen Autos. Doch Bus, Bahn und Fahrrad sind auf dem Vormarsch. Gut ein Drittel aller Reisenden sind beruflich unterwegs. [mehr zu: Wie mobil ist Deutschland?]

Visionen von gestern für die Mobilität von heute Aufnahme aus den 60er Jahren: Stau in einem Tunnel

Heute diskutieren wir darüber, dass die Zukunft dem Fahrrad gehört, weil die Städte sonst einen Verkehrskollaps erleben. In den 60er Jahren dagegen hatte man ganz andere Visionen, wie die Mobilität der Zukunft aussehen könnte. [mehr zu: Visionen von gestern für die Mobilität von heute]

Leben ohne Auto auf dem Land Blauer Kleinbus steht auf der Straße

Es gibt ihn schon mancherorts, den Trend zur „Demotorisierung“. In hochentwickelten Staaten verlieren junge Menschen die Lust am Autofahren. In der Stadt mit einem guten öffentlichen Verkehrsnetz mag das funktionieren. Auf dem Land wird die Fortbewegung sehr schwierig. [mehr zu: Leben ohne Auto auf dem Land]

frag odysso "Können Elektroautos den Lärm in unseren Straßen verringern?" Reporter Axel Wagner und Zuschauerin Inge Herman sitzen zusammen im Wohnzimmer und beratschlagen sich

So ein Auto ist ja eine praktische Sache, obwohl es ganz schön die Umwelt verpestet und laut ist es auch noch. Mit dem Elektroauto soll jetzt alles anders werden. Unsere Zuschauerin Inge Herman fragt sich allerdings: „Werden unsere Straßen leiser mit Elektroautos?“ [mehr zu: "Können Elektroautos den Lärm in unseren Straßen verringern?"]

frag odysso special Wenn E-Autos zur Gefahr werden Auto fährt an Probanden vorbei

Reporter Axel Wagner und Kandidatin Inge Herman haben sich die zukünftigen Entwicklungen des E-Autos an der Uni Duisburg angeschaut. Dort beschäftigt sich eine Forschungsgruppe mit dem E-Auto als mögliche Gefahrenquelle für Blinde, ältere Menschen und Kinder. [mehr zu: Wenn E-Autos zur Gefahr werden]

Letzte Änderung am: 15.04.2011, 23.30 Uhr