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Fernsehen im SWR

Gehirnforschung Chaos im Kopf

Sendung vom Donnerstag, 28.4.2011 | 22.00 Uhr | SWR Fernsehen

Bei Frauen wiegt es ca. 1245 g, bei Männern 1375 g: Das Gehirn. Und nein - es gibt keinen Zusammenhang zwischen Größe und Intelligenz. Das ist gut erforscht. Ansonsten weiß man über die Steuerzentrale unseres Körpers immer noch wenig.

Was ist ein Gedanke? Was genau passiert in den Milliarden "grauer Zellen" sobald wir tanzen, sprechen oder schlafen? Tragischerweise sind es gerade die Fälle, in denen das menschliche Gehirn durch Unfall, Krankheit oder fortschreitendes Alter geschädigt wird, durch die Forscher mehr über die Funktionsweise lernen können. Odysso berichtet über eine Operation gegen Epilepsie, verrät warum Radfahren gegen Parkinson hilft und stellt einen Mann mit gigantischem Gedächtnis vor.


Epilepsie – das Gewitter im Kopf Hand legt Holzklötzchen mit unterschiedlichen Farben aneinander

Epilepsie ist in Deutschland die häufigste chronische Krankheit. Etwa 800.000 Menschen leiden unter dieser Krankheit. Es gibt gute Medikamente, die wirken aber nicht bei allen Patienten. Für einen Teil dieser Menschen gibt es eine neue Chance: Eine OP am Gehirn. [mehr zu: Epilepsie – das Gewitter im Kopf]

Übermenschliches Gedächtnis Stephen Wiltshire vor der fertigen Panoramazeichnung von Rom

Manchmal kann eine Fehlfunktion im Gehirn dazu führen, dass Menschen herausragende Fähigkeiten entwickeln. Diese Menschen nennt man "Inselbegabte". Weltweit zählt man etwa 100 Menschen, die solch eine Begabung haben. Einer von Ihnen ist Stephen Wiltshire. [mehr zu: Übermenschliches Gedächtnis]

Gehirnjogging Lena Ganschow steht hinter einer Reihe brennender weißer Stumpenkerzen, die auf einem langen Tisch stehen

Das Gehirn besteht aus mehreren Gedächtnissysteme, die unabhängig voneinander funktionieren. Im Langzeitgedächtnis werden elementare Muster gespeichert. Nur so sind wir überhaupt in der Lage, Objekte zu erkennen und zu benennen. Unsere Reporterin Lena Ganschow hat versucht, ihr Gedächtnis zu trainieren. [mehr zu: Gehirnjogging]

Was bringt Gehirnjogging im Alter? Hand mit Stift trägt Zahlen in ein Sodukofeld ein

In Amerika ist es fast schon ein neuer Trendsport: Gehirnjogging. Auch in Deutschland bieten immer mehr Hersteller Trainings-Software an, mit der angeblich auch ältere Menschen ihr Gehirn „verjüngen“ können. Forscher vermissen Belege, dass diese Produkte im Alltag auch halten, was sie versprechen. [mehr zu: Was bringt Gehirnjogging im Alter?]

Radeln gegen Parkinson Jürgen Weber und Wolfgang Bornemann in Radlerklufft und mit ihren Rädern

Forscher haben erkannt, dass das Gehirn plastisch ist – und das sogar bis ins hohe Alter! Es bilden sich zwischen den Nervenzellen neue Verknüpfungen. Das Gehirn kann auch dann noch gezielt trainiert werden und gewinnt nachweisbar an Leistungsfähigkeit. Aber nicht jede Art von Gehirnjogging macht im Alter wirklich Sinn! [mehr zu: Radeln gegen Parkinson]

Adressen, Links und Literatur @odysso

Wenn Sie sich gerne noch weiter informieren möchten: Hier finden Sie informative, interessante und unterhaltsame Online-Angebote, Literatur-Tipps sowie Adressen zum Thema. [mehr zu: Adressen, Links und Literatur]

Letzte Änderung am: 10.04.2011, 14.42 Uhr