Wiederholung vom 2.10.2008
Sendung vom Donnerstag, 9.4.2009 | 22.00 Uhr | SWR Fernsehen
„Fast Track“-Medizin, das klingt wie „schnell-schnell–Medizin“. Doch dahinter steckt ein neues Konzept zur besseren Behandlungsqualität in der Chirurgie. Von der Vorbereitung der Operation über den Eingriff selbst bis hin zum Essen und Trinken - mit „Fast Track“ läuft alles ein wenig anders als bisher. So erholt sich der Patient nach einer Operation schneller und besser als mit der Standardtherapie. Doch leider ist die neue Methode noch längst nicht überall Standard, im Gegenteil.
Obwohl Patienten noch nicht gesund sind, werden sie aus Kostengründen zu früh aus der Klinik entlassen. Zu Hause sind sie dann jedoch oft unterversorgt. Grund sind die sogenannten Fallpauschalen. Dabei wird nicht mehr die Verweildauer im Krankenhaus abgerechnet, sondern für jedes Krankheitsbild eine festgelegte Pauschale.
Was gut gedacht war, um die Kostenexplosion zu bekämpfen, kann aber für Patienten massive Nachteile haben. Denn dieses Abrechnungssystem beeinflusst auch die Wahl der Therapie. So bekommt eine Klinik zum Beispiel deutlich weniger Geld für die Behandlung eines offenen Diabetiker-Beines als für dessen Amputation. Odysso beleuchtet die Auswirkungen des medizinischen Fortschritts und bietet Orientierungshilfe für Patienten.
Letzte Änderung am: 09.04.2009, 14.36 Uhr