Sendung vom Donnerstag, 9.10.2008 | 22.00 Uhr | SWR Fernsehen
Wie gut ist unsere medizinische Versorgung? Diese Frage treibt die Versicherten bei steigenden Kassenbeiträgen immer häufiger um. Zu Recht, wie das Beispiel Altersdiabetes zeigt. Die Erkrankung gilt als eine der großen Volkskrankheiten. Sieben bis acht Millionen Deutsche sind zuckerkrank, etwa 20 Millionen aufgrund von Übergewicht stark diabetesgefährdet. Mit den Erkrankungszahlen explodieren die Kosten für die Therapien. Sie fressen bereits jetzt zwischen 16 und 20 Milliarden Euro jährlich.
Aber ist dieses Geld tatsächlich immer im Sinne der Patienten angelegt? In die Prävention von Diabetes fließen gerade einmal 40 Millionen, das ist verschwindend wenig gegenüber den Behandlungskosten. Dabei haben große Studien gezeigt, dass der Prävention im Kampf gegen Diabetes eine ganz besondere Bedeutung zukommt. Bei ca. zwei Drittel der gefährdeten Patienten können Gewichtsabnahme, Ernährungsumstellung und Sport die Diabetes-Gefahr bannen. Die von Odysso befragten Experten sind sich daher sicher, dass ‚Vorbeugen statt heilen’ die Lebensqualität der Patienten steigern und einen Großteil der Behandlungskosten senken könnte. Welche Behandlungsformen tatsächlich den größten Nutzen haben ist z.B. Gegenstand der sogenannten „Evidenzbasierten Medizin“. Sie will sicherstellen, dass in der klinischen Praxis nur Therapien und Medikamente zum Einsatz kommen, die sich aufgrund der Auswertung objektiver und überprüfbarer Kriterien bewährt haben.
Letzte Änderung am: 29.08.2008, 23.53 Uhr