Sendung vom Donnerstag, 13.8.2009 | 22.00 Uhr | SWR Fernsehen
Rückenschmerzen - für viele Menschen ist diese Diagnose der Beginn einer Odyssee von Arzt zu Arzt. Denn bei kaum einer anderen Krankheit wird so erfolglos und vor allen falsch am Patienten herumgedoktert.
Schuld sind veraltete und eingefahrene Behandlungsstrukturen, die außer einer Menge Kosten kaum einen Nutzen bringen. Patienten bekommen Entzündungshemmer, obwohl sie gar keine Entzündung haben. Bandscheibenvorfälle werden operiert, obwohl andere Therapien bessere Heilungschancen hätten. Die Liste der Pfuschereien ließe sich endlos weiterführen. Odysso hat das Elend bei der Rückentherapie untersucht und nachgeforscht, was bei Rückenschmerzen wirklich hilft.
Sonja Allinger hat einen Alptraum hinter sich: Nach erfolgloser OP wurde in einem renommierten Klinikum in München eine Versteifung an ihrer Wirbelsäule vorgenommen. Mit verheerendem Ergebnis ...
[mehr zu: Fallbeispiel: Bandscheibenoperation]
Gerade einmal 17 Prozent aller Ärzte in Deutschland würden sich nach einem Bandscheibenvorfall mit hartnäckigen Schmerzen operieren lassen. Warum wird dann aber so viel an Patienten operiert?
[mehr zu: Warum so viel Pfusch passiert]
Was kann jeder von uns tun, um eine Rückenschmerz-Karriere zu vermeiden? Wir haben uns einmal genauer angeschaut, wie es zu einer typischen Odyssee durch die Arztpraxen kommt und wie sie verhindert werden kann.
[mehr zu: Die Rücken-Odyssee]
Jaqueline Braun hatte sich einfach zu viel zugemutet: Arbeit, Kinder und die Pflege ihrer Großmutter. Es kam zum Bandscheibenvorfall. Hilfe brachte schließlich eine zweigleisige Therapie, die Rücken und Seele gemeinsam stärkt.
[mehr zu: Rückgrat der Seele]